Sebastian Brune steht vor viertem Regionalliga-Einsatz für den OFC

Jede Parade bringt Sicherheit

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Glückwunsch vom ehemaligen OFC-Torwart an den aktuellen OFC-Torwart: Trainer Oliver Reck (rechts) gratuliert Sebastian Brune zu dessen Leistung.  

Offenbach - Seine Bilanz ist noch überschaubar, kann sich aber sehen lassen: Sebastian Brune hütete in dieser Saison bislang dreimal das Tor der Offenbacher Kickers. Dreimal gewann der OFC, zweimal hielt Brune seinen Kasten sauber. Heute Abend wird Einsatz Nummer vier folgen. Von Christian Düncher 

Sein Arbeitsweg stellt Sebastian Brune vor keine Herausforderungen. „Immer geradeaus“, scherzt der 23 Jahre alte Torwart des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, der in Froschhausen wohnt und es somit nicht weit hat bis zum Bieberer Berg. Er könnte sogar eine Fahrgemeinschaft mit OFC-Präsident Helmut Spahn bilden, der „nur zwei Straßen weiter“ wohnt. Beide sind aber keineswegs die einzigen „OFCler“ im Seligenstädter Stadtteil. Brunes Vermieter ist Jörg Wagner, der als Ehrenamtler im Nachwuchsleistungszentrum der Kickers tätig ist und dafür sorgte, dass Brune nicht lange im Hotel leben musste. „Ich bin ihm und seiner Frau Carola sehr dankbar“, betont er.

Brune, der vor der Saison vom TSV Steinbach zu den Kickers kam, stammt aus dem Ruhrgebiet und hat sich hier schnell eingelebt. „Mir fehlt es an nichts, ich bin rundum zufrieden“, sagte der Blondschopf, der sich auch in seinem neuen Team wohlfühlt. „Wir sind eine relativ junge Mannschaft, die auch privat viel miteinander macht. Das spiegelt sich auch auf dem Platz wider.“

Daran, dass die Kickers die Tabelle anführen, hat auch Brune einen Anteil. Dreimal stand er bislang zwischen den Pfosten, dreimal siegte der OFC - bei insgesamt 8:3 Toren. Zweimal spielte er zu null. Das sind jetzt schon genauso viele Einsätze wie bei seinen vorherigen vier Stationen (TSV Steinbach, RB Leipzig II, Viktoria Berlin und Waldhof Mannheim), wo er entweder verletzt oder nur Ersatz war. Die geringe Spielpraxis ist dem bei Borussia Dortmund und dem VfL Bochum ausgebildeten Schlussmann aber nicht anzumerken, wenngleich er zugibt, dass ihm die Wettkämpfe „wesentlich mehr“ bringen als Testspiele und Training. „Der Fokus ist einfach höher. Und jeder Ball, den man hält oder abfängt, gibt einem Sicherheit“, erklärt Brune, der freilich nicht nach Offenbach gekommen ist, um auf der Bank zu sitzen. „Relativ viele Spiele würde ich das nicht nennen“, sagt er angesichts der Tatsache, dass nun bereits der 14. Spieltag ansteht.

Bilder zum OFC-Auswärtssieg

Und an dem gastiert in Aufsteiger Eintracht Stadtallendorf ein unangenehmer Gegner auf dem Bieberer Berg. „Die bringen einen gewissen Schwung mit, das ist ein sehr gutes Kollektiv“, so Brune. Sein vierter Einsatz wäre eine Premiere. „Ein Abendspiel in Offenbach hatte ich bislang nur gegen die Bayern, aber das war ja außer der Reihe“, sagt Brune.

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