Regionalliga Südwest

Kickers Offenbach: Großes Lob für Fans nach vorbildlichem Verhalten

Jubel nur mit Maske: Erstmals seit Ausbruch der Pandemie waren gegen Hoffenheim 1500 Fans am Bieberer Berg zugelassen.
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Jubel nur mit Maske: Erstmals seit Ausbruch der Pandemie waren gegen Hoffenheim 1500 Fans am Bieberer Berg zugelassen.

Abstand halten beim Eingang, Maskenpflicht, am Ende blockweiser Abschied aus dem Stadion: Der erste Test mit 1500 Zuschauern im Sparda-Bank-Hessen-Stadion lief für alle Beteiligten nach Wunsch.

Offenbach - „Ich war erleichtert“, räumte Andreas Herzog, Manager der Stadionbetreibergesellschaft SBB, nach dem 3:0 der Offenbacher Kickers gegen 1899 Hoffenheim II ein: „Die Leute waren super diszipliniert, darauf können wir stolz sein.“ Es gab keine nennenswerten Schlangenbildungen, die abgeklebten Sitze sorgten für Klarheit in Sachen Mindestabstand. Das OFC-Eventteam hatte mit vermehrten Stadiondurchsagen an die Auflagen erinnert - und auch vor drastischen Folgen bis hin zum Stadionverbot gewarnt.

Bei Thomas Sobotzik hatte das erste Heimspiel mit einer nennenswerten Zahl an Zuschauern seit Ausbruch der Corona-Pandemie Emotionen erzeugt: „Als die ersten Gesänge angestimmt wurden, war das ein bewegender Moment.“ Der Geschäftsführer fand nur lobende Worte für die Fans. Von den 2900 Dauerkartenbesitzern durften nur knapp die Hälfte ins Stadion. „Das Stadion ist das Theater des kleinen Mannes“, sagte Sobotzik. Gegen Hoffenheim habe man gesehen, dass Fußballfans oft in ein falsches Licht gerückt werden. „Sie haben sich super verhalten und gezeigt, dass sich Besucher nicht nur im Theater und bei Konzerten vorbildlich verhalten.“

Am Samstag war das Bemühen groß, für ein wenig Feeling Bieberer Berg zu sorgen. Fans auf der früher meist verwaisten Westtribüne übten sich im Kanon mit jenen auf der Glaabsbräu-Tribüne Richtung Bieber. Auch die Haupttribüne stimmte mit ein. Die Glocke, die die Schlussviertelstunde einläutet, war ebenfalls zu hören. „Einfach traumhaft, dass die Fans wieder da sein dürfen“, freute sich Trainer Angelo Barletta: „Und das hörte sich nach mehr als 1500 an.“

Geht es nach Sobotzik, werden es nicht nur gefühlt schnell mehr: „Unser Ziel ist, dass wir die landesweite Regelung umsetzen können.“ In der wird von 20 Prozent Auslastung im Stadion gesprochen - bei positivem Infektionsgeschehen. In Offenbach wären das 4100 Fans. Ob Sobotziks Wunsch schon gegen den TSV Steinbach Haiger am Dienstag, 29. September, 19 Uhr, erfüllt wird, ist fraglich. Die Stadt hatte auf den Stufenplan im Hygienekonzept beharrt. Und der sieht maximal 2900 Fans vor.  jm

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