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„Die Mannschaft kann es“

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Von: Jörg Moll

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Die Lösung für die Problemzone auf der rechten Außenbahn? Shako Onangolo (links) ist nach Knöchelproblemen wieder fit und bereit für einen Einsatz gegen seinen Ex-Klub FC Homburg.
Die Lösung für die Problemzone auf der rechten Außenbahn? Shako Onangolo (links) ist nach Knöchelproblemen wieder fit und bereit für einen Einsatz gegen seinen Ex-Klub FC Homburg. © Hübner

Offenbach – Den größten Unterschied zwischen seinem früheren Verein und seinem aktuellen hat Shako Onangolo schnell erklärt. „Die Fans“, sagt der 22-Jährige, der an diesem Samstag (14 Uhr) in der Fußball-Regionalliga Südwest mit Kickers Offenbach auf den FC Homburg trifft, „die sind in Offenbach top.“

Am Samstag nun will Onangolo diese besondere Atmosphäre am Bieberer Berg endlich mal wieder von Beginn an erleben. Beim 3:1 gegen den FSV Frankfurt hatte er zum ersten und bislang einzigen Mal in der Startelf gestanden. Weil er sich in der Partie am Knöchel verletzte, war er erst mal wieder raus - und Trainer Alexander Schmidt auf der rechten Außenbahn wieder zum Improvisieren gezwungen. Nun aber ist Onangolo wieder fit, der Knöchel, der ihn am Mittwoch noch daran hinderte, Spielpraxis in der Nachwuchsrunde zu sammeln, hält. Und Schmidt hält viel von dem Mann, dessen Verpflichtung im Sommer von eben jenem FC Homburg in die Kategorie „Überraschend“ eingeordnet wurde. „Er hat viele Waffen“, lobt der OFC-Coach. Onangolos Ballsicherheit gefällt ihm, dazu kommt das hohe Tempo. „Er brauchte etwas nach seinem Wechsel, um sich zurechtzufinden, aber jetzt ist er da“, ist Schmidt überzeugt. Schon beim 0:1 in Koblenz habe es Onangolo rechts draußen gut gemacht, noch besser gegen den FSV. Und auch beim jüngsten 1:1 in Balingen gehörte er nach seiner Einwechslung zu den belebenden Elementen.

Onangolo könnte auf Strecke die Lösung für die bislang so häufig veränderte Personalauswahl auf der rechten Seite sein. Schmidt: „Wir haben ihn aus diesem Grund geholt, weil er in Homburg auf dieser Position sehr stark gespielt hat.“

Semir Saric, das räumte auch der OFC-Coach ein, ist rechts keine Ideallösung: „Er hat es gespielt, weil Shako verletzt war. Semir ist ein zentraler Mittelfeldspieler.“ Die richtigen Puzzleteile zu finden, ist noch immer ein großes Thema bei den Kickers. Schmidt äußerte sich daher auch zu der Kritik an seiner Personalauswahl, gerade in Balingen. „Warum habt ihr die erste Halbzeit mit einer nominellen Spitze und einer doppelten Zehn gespielt? Dann kann ich darauf antworten, dass wir im Mittelfeld gegen Aalen zu wenig Zugriff hatten, was an der nominellen Besetzung liegt.“ In Balingen habe der OFC mit einem Vierermittelfeld in der ersten Hälfte sehr gute Balleroberungen gehabt und genügend Chancen für eine Führung. Weil es aber 0:0 stand, ging Schmidt höheres Risiko, wechselte einen weiteren Stürmer ein - und musste auch - zum dritten Mal in Folge - den linken Schienenspieler Dominik Wanner vorzeitig auswechseln, der über Probleme in der Wade infolge einer Zahnentzündung klagte. Sein Einsatz gegen Homburg ist offen. Ein Dilemma für Schmidt: „Wenn er fit ist, ist er ein Topmann.“ Und ein Akteur, der wie der weiterhin verletzt fehlende Dejan Bozic (Schambeinentzündung) weiß, wo das Tor steht. Gegen Hoffenheim II (5:2) war Wanner zweimal erfolgreich, seither plagen ihn die Schmerzen, die keinen Einsatz mehr über 60 Minuten zuließen.

„Wir haben nicht viele personelle Probleme, aber sie tun uns punktuell weh“, räumt Schmidt ein. Und doch bleibt der OFC-Trainer positiv gestimmt. „Die Mannschaft kann es“, ist er überzeugt und erwartet gegen Homburg ein „attraktives Spiel“ gegen eine Mannschaft, die „nicht den Bus vor dem Strafraum parkt“.

Von Jörg Moll

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