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Pokalfinale mit pikanter Note: Folgt Steinbachs Georg auf Sobotzik?

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Von: Jörg Moll

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„Schenkt uns den Pokalsieg“: Die Kickers-Fans stimmen die Spieler seit dem 0:3 beim TSV Steinbach Haiger auf das Hessenpokalfinale gegen den Regionalligarivalen ein. Die Diskussionen um die Zukunft halten an.
„Schenkt uns den Pokalsieg“: Die Kickers-Fans stimmen die Spieler seit dem 0:3 beim TSV Steinbach Haiger auf das Hessenpokalfinale gegen den Regionalligarivalen ein. Die Diskussionen um die Zukunft halten an. © Hübner

Nach der Saison ist vor dem Pokalfinale: Bei den Offenbacher Kickers lechzen alle nach dem Gewinn des Hessenpokals, der aus mehreren Blickwinkeln lukrativ ist.

Offenbach – Die Woche der Entscheidung bricht an für die Offenbacher Kickers. Am Samstag (12.15 Uhr) fällt die letzte sportliche dieser Saison im Hessenpokalfinale in Gießen gegen den Regionalligakonkurrenten TSV Steinbach Haiger. Der Sieger kann einen schwungvollen Haken machen unter die Spielzeit, sich auf einen lukrativen Gegner in der ersten Runde des DFB-Pokals und eine durch die vom Verband garantierte Teilnahmeprämie von rund 150.000 Euro freuen.

Bei den Kickers-Fans sorgt die Aussicht auf den ersten messbaren Erfolg seit 2016, dem letzten Pokalsieg auf Landesebene, für große Emotionen. „Schenkt uns den Pokalsieg“, skandieren die Anhänger seit dem ernüchternden 0:3 in der Liga in Steinbach nach jedem Spiel, während die Spieler vor ihnen stehen und applaudieren. Die Sehnsucht ist groß, die Offenbacher Fanseele klammert sich an etwas Greifbares, an ein Gefühl, das im nunmehr zehnten Jahr Regionalligazugehörigkeit fast verschüttet gegangen ist: Endlich mal wieder die große Fußballbühne betreten zu dürfen, auf der der OFC nach eigenem Selbstverständnis ständig auftreten sollte.

Kickers Offenbach: Meinungsverschiedenheiten über Bewertung der Saison

Es geht also sportlich um viel mehr als nur darum, wer das dritte Duell dieser Spielzeit zwischen dem OFC und Steinbach Haiger für sich entscheidet. Aktuell steht es 1:1 in den Duellen. Im Hinspiel in Offenbach gewann der OFC klar mit 4:0, zeigte eine seiner besten Saisonleistungen, im Rückspiel vor drei Wochen in Steinbach war der TSV beim 3:0 klar besser und riss die Kickers aus allen Aufstiegsträumen. In Gießen kommt nun der K.o.-Spiel-Charakter als weiteres Spannungselement hinzu.

Doch es geht in dieser Woche eben nicht nur um die Entscheidung auf dem Platz. Es geht auch um die zukünftige Aufstellung und Ausrichtung, vor allem der Kickers. Seit zwei Wochen, seit dem 1:0 gegen Großaspach, seit den offen zutage getretenen Meinungsverschiedenheiten zwischen Präsidium und sportlicher Leitung über die Bewertung der Saison, herrscht große Anspannung einerseits, andererseits eine gewisse Lähmung mit Blick auf Personalentscheidungen. Daran ändern auch bestehende Verträge, auch mit Geschäftsführer Thomas Sobotzik und Trainer Sreto Ristic, nichts. Das Dilemma ist klar: Niemand will vor dem Pokalfinale weitere Unruhe im Verein haben. Auch deshalb beeilte sich das Präsidium zu sagen, dass der Abschluss der Analyse erst nach dem letzten Spiel erfolgen wird. Eine Situation allerdings, die sich wie ein bleierner Vorhang über das Finale legt.

Kickers Offenbach: Geschäftsführer vor Pokalfinale im Fokus

Eine pikante Note erhält die Situation beim OFC seit vergangener Woche dadurch, dass Geschäftsführer Matthias Georg seinen Abschied nach acht Jahren aus Steinbach verkündete - und nun in Offenbach als Nachfolger von Thomas Sobotzik gehandelt wird. „Ich habe den Termin bewusst so gewählt, damit Ruhe herrscht“, sagt der 34-Jährige, der acht Jahre Geschäftsführer in Haiger war, die letzten drei davon für die Bereiche Sport und Finanzen. Über seine Zukunft äußert sich Georg nicht, auch nicht über eine mögliche Aufgabe beim OFC. „Ich bestätige und dementiere nichts“, sagt er.

Sicher ist, dass der Gladenbacher eine neue Herausforderung sucht. „Ich kann viele Bereiche abdecken“, betont er. In Steinbach managte er den Aufstieg in die Regionalliga (2015) und die Transformation zu einem Profiverein erfolgreich. Am Samstag wird Georgs Zeit beim TSV enden - und danach die Entscheidung über seine neue Aufgabe fallen. (Von Jörg Moll)

Mit Denis Huseinbasic wird ein Juwel den OFC wohl in Richtung Bundesliga verlassen.

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