21-Jähriger wieder bei Heimatverein

Dren Hodja: Extrem cleverer Rückkehrer

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Dren Hodja (links) hat in den bisherigen Testspielen schon unter Beweis gestellt, dass er für die Kickers eine Verstärkung im Mittelfeld werden kann.  

Belek - Elf Jahre und damit mehr als die Hälfte seines jungen Lebens hatte der 21-jährige Dren Hodja bei Kickers Offenbach verbracht, ehe er sein Glück als Fußballer andernorts versuchte. Nun ist er zurück und steht beim Regionalligsten vor einem richtungweisenden Halbjahr. Von Christian Düncher

Sein albanischer Vorname Dren bedeutet Reh. „Aber ich bin nicht so schnell“, scherzt Dren Hodja. Dafür hat er andere Qualitäten. Der gebürtige Offenbacher sei mit seinen 21 Jahren schon ein extrem cleverer Fußballer und zeichne sich durch gefährliche Standards aus, hatte Sead Mehic, der Technische Direktor Sport des OFC, die Verpflichtung Hodjas in der Winterpause begründet.

In den bisherigen drei Testspielen deutete der Mittelfeldspieler dies bereits an, auch wenn ihm beim jüngsten 2:1 gegen Oberligist Lupo-Martini Wolfsburg etwas die Spritzigkeit fehlte. Verwunderlich ist das nicht, denn Hodja absolviert bereits sein zweites Trainingslager in diesem Jahr. Mitte Januar war er mit Drittligist VfR Aalen im spanischen La Manga. Kurz nach der Rückkehr löste er seinen Vertrag auf und unterschrieb bis 2017 beim OFC, mit dem er sich nun im türkischen Belek auf die Restsaison der Regionalliga Südwest vorbereitet.

„Offenbach ist meine Heimat. Aber am meisten haben sich meine Eltern gefreut, dass ich wieder da bin“, sagt der Rückkehrer, der zweieinhalb Jahre weg von zu Hause war. Dabei wollte er dem OFC, für den er bereits von der F- bis A-Jugend gespielt hat, ursprünglich gar nicht den Rücken kehren. Doch nach dem Zwangsabstieg der Profis 2013 aus der 3. Liga habe man ihn lange warten lassen. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass man unbedingt mit mir plant“, meint Hodja. Zudem gab es längst andere Angebote.

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Die Offerte des FC Schalke nahm er an. Für die U23 von Schalke kam er in zwei Spielzeiten auf 31 Einsätze (drei Tore) in der Regionalliga West. Zwischendurch durfte der Offenbacher auch bei den Profis reinschnuppern.

Der ganz große Sprung blieb ihm aber verwehrt, angesichts der Konkurrenz in der Mannschaft, die Champions League gespielt hat, keine Überraschung. „Es war ein lehrreicher Tapetenwechsel und eine Erfahrung, die ich nicht bereue“, sagt der Deutsch-Albaner. „Es ist halt so, dass man bei zweiten Mannschaften einen Zwei-Jahres-Vertrag bekommt. Entweder du packst es in diesem Zeitraum nach oben, oder du suchst dir etwas anderes.“

OFC in Belek: Bilder aus dem Trainingslager (Teil I)

Hodjas Weg führte in die 3. Liga zum VfR Aalen. Doch dort wurde er nicht glücklich: „Ich fiel aufgrund einer Knochenhautentzündung länger aus. Außerdem hat der Aalener Trainer eher auf erfahrene Spieler gebaut.“ Zudem wurden dem Offenbacher Defizite im Zweikampf nachgesagt. Die Folge: Er kam nur zweimal zum Einsatz, jeweils als Einwechselspieler. „Ich war nicht zufrieden“, gibt Hodja zu. „Und man bekommt ja mit, ob mit einem geplant wird. Ich wollte daher einen Schlussstrich ziehen.“

Bilder: OFC siegt im Testspiel gegen Wolfsburg 

Nun also der Neuanfang beim Heimatverein, der sich vom Rückkehrer eine Verstärkung der Offensive erhofft. Dren Hodja, der sich selbst als Zehner in der zentralen Position sieht, aber auch als Achter spielen kann, will seinerseits „mit dem OFC etwas erreichen“. Was genau, ließ er offen. In jedem Fall könnte das nächste Halbjahr richtungweisend für den 21-Jährigen werden. „Ich bin noch jung. Aber die Rückrunde wird ziemlich wichtig - für den Verein und für mich.“

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