OFC-Trainer denkt über Positionswechsel nach

Dren Hodja vor, Maik Vetter zurück

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Jubelndes OFC-Duo, das sich eventuell umstellten muss: Maik Vetter (links) und Dren Hodja erzielten in der vergangenen Saison zusammen 24 Tore für die Offenbacher Kickers. 

Offenbach - Die Offenbacher Kickers haben sich für die neue Spielzeit nur mit drei Spielern verstärkt, das jedoch durchaus gezielt. Von Christian Düncher 

In Lucas Albrecht und Julian Scheffler kam ein Duo für die Abwehr und in Kevin Ikpide ein junger Mann, der nicht nur im defensiven Mittelfeld spielen kann. Das wird möglicherweise auch Auswirkungen für andere Spieler haben.
Der linke Verteidiger Julian Scheffler spielte unter Trainer Daniel Steuernagel bereits beim SC Teutonia Watzenborn-Steinberg in der Hessen- und Regionalliga. In der vergangenen Saison war der 22-Jährige für den 1.FC Nürnberg II (Regionalliga Bayern) aktiv, brachte es jedoch auch verletzungsbedingt nur auf zwölf Einsätze. „Obwohl er nach der Winterpause regelmäßig spielte, wollte er zurück in die Heimat. Da muss man natürlich zugreifen“, so Steuernagel.

Gleiches gilt für den zweit- und drittliga-erprobten Lucas Albrecht (27), den es aus privaten Gründen in die Region zog und der im Abwehrzentrum Stefano Maier (Viktoria Köln) ersetzen soll. „Wir hätten Stefano gerne gehalten, ich glaube aber, dass wir in Lucas Albrecht einen starken Spieler für die Innenverteidigung verpflichten konnten“, sagte Steuernagel und ergänzte: „Jeder Verein und jeder Trainer sollte eine Matrix mit Spielern haben. Und im Fall Lucas Albrecht waren wir deckungsgleich. Da seine Lebensgefährtin in Frankfurt arbeitet, war es eine Win-win-Situation für beide Seiten. Unser Vorteil war, dass sein Vertrag in Kassel durch deren Abstieg hinfällig war.“

Mittelfeldtalent Kevin Ikpide (21) war Steuernagel schon vor zwei Jahren aufgefallen. „Und durch Hoffenheims Reserve-Trainer Marco Wildersinn, der mit mir den Fußballlehrer-Lehrgang gemacht hat, wusste ich, dass wir ihn eventuell bekommen könnten.“ Ikpide stand ursprünglich noch bis 2019 unter Vertrag. „Doch bei Klubs wie Hoffenheim rücken ziemlich viele Spieler von unten nach“, so Steuernagel. „Wenn man nach zwei Jahren nicht den Sprung zu den Profis schafft, ist das ja nicht schlimm. Nun ist Kevin in einem ‘Männer-Team’, um den nächsten Schritt zu machen. Mit der Ausbildung, die er beim VfB Stuttgart und in Hoffenheim genossen hat, ist er prädestiniert und von der Philosophie passt er sehr gut zu uns.“

Ikpide kann – wie Francesco Lovric – nicht nur im defensiven Mittelfeld spielen, sondern auch in der Verteidigung – zum Beispiel als Teil einer Dreierkette. Vorrangig wurde er aber geholt, um vor der Abwehr zu agieren. Er soll dem Spiel laut Steuernagel Sicherheit geben, aber auch Variabilität. Das könnte auch Auswirkungen für andere Spieler haben, zum Beispiel für Dren Hodja, der zuletzt defensiver agiert hatte, aber mit 14 Treffern dennoch bester OFC-Torschütze war.

„Dadurch, dass wir Kevin Ikpide haben, glaube ich, dass wir Dren Hodja etwas weiter vorschieben können“, erklärt der Kickers-Trainer. „Ich denke, dort ist er aktuell besser aufgehoben. Er mag es, in das Spiel eingebunden zu sein, aber nicht mit dem Rücken zum Tor. Und: Er hat eine überragende Schusstechnik.“

Bilder: Trainingsauftakt bei Kickers Offenbach

Auch Maik Vetter, der vergangene Saison erst Aushilfsstürmer war und dann regelmäßig als zweite, laufstarke Spitze auflief, sieht Steuernagel trotz dessen guter Quote (zehn Tore) künftig auf einer anderen Position. „Ihn wollte ich mal nach Watzenborn holen“, verrät der Coach. „Er passt zu Offenbach - mit seiner Leidenschaft, mit seinen Emotionen. Ich finde, dass er auf der Acht gut aufgehoben ist, aber auch die Doppel-Sechs oder auf Außen spielen kann. Aber innen ist er, glaube ich, stärker.“

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