OFC Präsident Wagner bittet Fans um absolute Disziplin beim Hygienekonzept

Durch Einbahnstraße zum Stadion-Klo

Bei Heimspielen des OFC müssen die Fans im gesamten Stadionbereich einen Mund-Nase-Schutz tragen.
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Bei Heimspielen des OFC müssen die Fans im gesamten Stadionbereich einen Mund-Nase-Schutz tragen.

Offenbach – Die Stellungnahme, die Joachim Wagner am Freitag abgab, war eine Mixtur aus Erleichterung sowie mahnenden Worten. „Es ist für unsere Profi-Mannschaft, aber auch für den gesamten Verein unglaublich wichtig, wieder vor Zuschauern zu spielen“, sagte der Präsident der Offenbacher Kickers angesichts der positiven Nachricht aus dem städtischen Gesundheitsamt. Die Behörde gestattet es dem Fußball-Regionalligisten, auf der Basis des eingereichten und mehrfach gemeinsam überarbeiteten Hygienekonzeptes, künftig bei Heimspielen wieder vor einer deutlich größer Kulisse zu kicken. Nachdem gegen Bahlingen lediglich 100 Zuschauer zugelassen waren, dürfen gegen Hoffenheim II (19. September) 1500 Fans ins Stadion. Das soll dann in den folgenden Partien in Tausender-Schritten auf 3500 gesteigert werden.

Voraussetzung dafür ist allerdings (neben weiterhin geringen Fallzahlen), dass der „Realitätstest“ gegen Hoffenheim II positiv verläuft, also alle die vorgegebenen Regeln befolgen. „Wir haben in den letzten Wochen so hart dafür gearbeitet, dass der Bieberer Berg wieder zum Leben erweckt wird“, betonte Wagner und appellierte an die Fans: „Lassen Sie uns nun auch gemeinsam dafür sorgen, dass Schritt für Schritt die Normalität in unser Stadion zurückkehrt. Dazu brauchen wir Sie. Bitte halten Sie sich absolut diszipliniert an unser Hygienekonzept. Ich zähle auf Sie!“

Zum Konzept gehört unter anderem, dass die zu den 13 Stadion-Toiletten führenden Wege Einbahnstraßen sind, Händewaschen ist ebenfalls fester Bestandteil der Corona-Hygiene. Fans dürfen für sich bis zu 50 Milliliter Desinfektionsmittel mitbringen, jedoch nicht in Glasflaschen.

Die Kassen bleiben an den Spieltagen geschlossen. Nur Inhaber von Dauerkarten (Erwerb ist weiter möglich) haben die Chance, ins Stadion zu kommen, zumal deren Tickets personalisiert sind. Für die Anreise wird sich der städtische Busbetreiber OVB mit den Kickers abstimmen und zusätzliche Busse einsetzen, heißt es. Ziel ist auch hier, große Ansammlungen und Gedränge zu vermeiden. Eine Verschiebung der Anstoßzeit wird es nicht geben. Der OFC empfiehlt daher, frühzeitig anzureisen, da mit Wartezeiten zu rechnen ist. Mit dem Eintreffen vorm Stadion - und in eventuellen Warteschlangen - ist eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen. Es wird dringend empfohlen, auch eine Maske auf dem Weg zum Stadion zu tragen und eine Ersatzmaske dabei zu haben. Dazu gilt beim Anstehen vor dem Stadion und an Cateringständen: Anderthalb Meter Abstand halten.

Im gesamten Stadion gilt Maskenpflicht sowie ein Alkohol- und Rauchverbot. Wer keine Maske trägt, dem droht ein Stadionverweis. Während des Spiels müssen Fans eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Plätze dürfen nur zum Holen von Speisen und Getränken und für Toilettengänge verlassen werden. Getränke und Speisen dürfen nur auf dem eigenen Sitzplatz eingenommen werden.

Nach jedem Spiel ist etwas Geduld gefragt: Die Ausgänge werden zeitversetzt vom Stadionsprecher per Durchsage freigegeben (erst Glaabsbräu-, dann Haupt-, zuletzt West-Tribüne). Der OFC und die Stadt Offenbach empfehlen allen Zuschauern, sich die Corona-Warn-App der Bundesregierung auf dem Smartphone zu installieren. Wer sich nicht gesund fühlt, Symptome wie Husten und Halsschmerzen, Schnupfen oder Atemnot, Fieber oder Bauchschmerzen hat oder einen Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns feststellt, darf nicht ins Stadion kommen. Das gilt auch für Lungenentzündung, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Von Christian Düncher

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