OFC will sich mit viertem Heimsieg vom Publikum verabschieden

Erfolgsgarantie bei zwei Treffern

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Serkan Firat (rechts) trifft zum 2:1 gegen Wormatia Worms. Offenbachs bester Torschütze war bei allen drei OFC-Heimsiegen erfolgreich.Jake Hirst (Mitte) wartet dagegen seit sieben Spielen auf seinen achten Saisontreffer.

Offenbach - Dem sozialen Auftrag sind die Profis der Offenbacher Kickers in dieser Woche mit der Typisierungsaktion „Helft Kai!“ für den an Leukämie erkrankten jungen Offenbacher gerne nachgekommen. Am Sonntag (14 Uhr) wollen sie nur zu gerne auch den sportlichen Auftrag erfüllen. Und der heißt: Der vierte Heimsieg der Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest soll her. Von Jörg Moll

Daniel Steuernagel mag gar nicht lange drumherum reden. Vor dem letzten Heimspiel dieses Jahres hat der Trainer der Offenbacher Kickers klare Vorstellungen davon, was er gegen Astoria Walldorf (Sonntag, 14 Uhr), erwartet: „Wir brauchen eine gute, aufmerksame Leistung, dann bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir drei Punkte holen.“ Schließlich geht es auch darum, die Heimbilanz aufzubessern. Nur dreimal stand das OFC-Team in dieser Spielzeit als Sieger vor der Waldemar-Klein-Tribüne. Vor dem 2:1 gegen Wormatia Worms (3. November) gab es vier Spiele ohne Sieg am Bieberer Berg. „Wir wollen uns gut von unseren Zuschauern zu Hause in die Winterpause verabschieden und dann mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen“, fordert der Kickers-Coach daher.

Soll das halbwegs gelingen, müssten gegen Walldorf und eine Woche später beim FSV Mainz 05 II zwei weitere Siege her. Gegen beide Klubs hatte der OFC in der Hinrunde wertvollen Boden verspielt, in Walldorf reichte es nach Dren Hodjas verschossenem Strafstoß nur zu einem 1:1. Gegen Mainz kassierten die Kickers gar die einzige Heimniederlage (0:1). Doch Steuernagel warnt davor, gegen den Tabellenletzten einen Spaziergang zu erwarten: „Astoria hat zwar zuletzt gegen Pirmasens verloren, davor aber gut gepunktet.“ Seinen Spielern gibt er einen ebenso klaren wie simplen Auftrag mit auf den Weg. „Wir müssen uns auf uns konzentrieren - und vor allem an unserer Chancenverwertung arbeiten.“

Der Richtwert für die Kickers ist in dieser Saison eindeutig: Schießen sie mindestens zwei Tore, gewinnen sie. Zu Hause war das gegen die TSG Hoffenheim II (5:2), den FSV Frankfurt (7:0) und Worms (2:1) der Fall, auswärts in Mannheim und Stadtallendorf (jeweils 3:1) sowie beim VfB Stuttgart II (4:2).

Noch eine Auffälligkeit: Bei allen drei Heimsiegen war Serkan Firat zu Hochform aufgelaufen, erzielte sechs seiner zehn Saisontore. Damit hat der Linksaußen dem zuletzt deutlich geerdeten Höhenflieger Jake Hirst klar den Rang abgelaufen. Der Mittelstürmer, im Sommer aus der Kreisoberliga gekommen, wartet seit sieben Spielen auf seinen achten Saisontreffer. Offenbachs drittbester Schütze, eigentlich als Torverhinderer gefragt, wird dagegen auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff, fünfmal erfolgreich, fehlt nach der fünften Gelben Karte. „Ich muss jetzt zum dritten Mal gegen Walldorf zusehen“, sagt der 24-Jährige, dessen Kapitänsbinde am Sonntag Maik Vetter tragen wird.

Kirchhoff hatte das Heimspiel gegen die Badener in der Saison 2016/2017 wegen einer Rotsperre verpasst, in der Spielzeit darauf hatte er ebenfalls wegen der 5. Gelben Karte zusehen müssen. „Das ist hart für mich, ich bin auf der Tribüne viel nervöser als auf dem Platz“, räumt der Innenverteidiger ein. Wer für ihn ins Team rückt, lässt Steuernagel offen. Wahrscheinlich ist, dass Dennis Schulte den linken Part der Dreierkette bildet. „Möglich ist aber auch, dass wir wieder mit einer Viererkette spielen, um im Mittelfeld einen zusätzlichen Offensivspieler einzubauen“, meint Steuernagel. Viel wichtiger als die Taktik aber ist die Einstellung: „Wir brauchen elf Spieler auf dem Platz, die den absoluten Siegeswillen haben.“

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