Erinnerungen ans erste von 429 Spielen in der ersten Mannschaft

OFC-Idol Nuber gab als 17-Jähriger gegen Worms sein Debüt

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Hermann Nuber (links) am Samstag im Stadion mit dem früheren OFC-Funktionär Edgar Old (rechts).

Offenbach - Wenn die Kickers am Mittwochabend in der Fußball-Regionalliga Südwest bei Wormatia Worms antreten, kommen beim Offenbacher Fußball-Idol Hermann unweigerlich Erinnerungen auf. Von Holger Appel

429 Spiele hat der mittlerweile 81-Jährige zwischen 1952 und 1971 für die Kickers in der ersten Mannschaft absolviert (164 Tore), seine Premiere vor 64,5 Jahren endete mit einer 1:2-Niederlage im Viertelfinale des DFB-Pokals - gegen Wormatia Worms.

„Die Wormatia zählte damals zu den führenden Vereinen im Südwesten. Das war eine richtig gute, eine zusammengewachsene und nur schwer zu bespielende Mannschaft“, berichtet Nuber, damals bei dieser Partie erst 17 Jahre alt und als so genannter Halbstürmer unterwegs. Heute würde man ihn als offensiven Mittelfeldspieler bezeichnen.

OFC-Idol Hermann Nuber im Trikot der Kickers in den 1950er Jahren.

Die Kickers hatten am Bieberer Berg gegen Worms zwar 1:0 geführt durch einen Treffer von Mittelstürmer Helmut Preisendörfer (72.), doch die Wormatia kam noch durch Tore des kaum zu haltenden Linksaußen Helmut Müller (84.) und Georg Bogert (87.) zum nicht ganz unverdienten Gäste-Sieg. Der Offenbacher Hans Kircher hatte sogar noch einen Elfmeter verschossen.
„Das war schon tragisch. In der nächsten Pokalrunde hätten auch wir Jungen sicher ein paar Mark verdient, so sind wir leer ausgegangen“, sagt Nuber, erinnert sich aber dennoch gern an diese Zeit mit Fußballern wie Gerd Kaufhold, Berti Kraus, Kurt Schreiner oder Willi Keim. Und natürlich an Trainer Paul Oßwald. „Er hat bei den Kickers für den Umbruch gesorgt. Er hat die Alten herausgenommen und auf junge Kerle wie mich gesetzt. Wir waren das Kapital der Kickers“, sagt er und verweist auf weitere Oßwald-Schüler wie später Ernst Wade, Siggi Gast oder Helmut Sattler.

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Der Ehrenspielführer war später selbst Trainer bei den Kickers, der heutige Coach Oliver Reck zählte in der Jugend als Torhüter zu seinen Schützlingen. Noch heute geht Nuber gern zu den OFC-Heimspielen, sah auch das 3:0 am Samstag gegen die Stuttgarter Kickers. „Das war alles in allem zwar nicht berauschend, aber wichtig war doch nur, dass wir vorn dabei bleiben“, sagt Nuber: „Wir haben schon eine ordentliche Mannschaft mit technisch guten Fußballern“, sagt er und lobt vor allem Spieler wie Dren Hodja und Serkan Göcer. „Ich glaube schon, dass wir auf lange Sicht oben dabei bleiben und vielleicht sogar wieder in diese unsägliche Relegation einziehen können“, meint Nuber.

Doch zunächst einmal steht das Spiel gegen die Wormatia auf dem Programm. „Die Wormser sollten zu packen sein“, sagt er. Anders als bei seiner Premiere damals am 1. Februar 1952 auf dem schneebedeckten Rasen im Stadion auf dem Bieberer Berg.

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