Kickers sprechen Stadionverbote aus

Antisemitische Rufe: Ermittlungen gegen OFC-Fans

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Offenbach - Nach antisemitischen Rufen während des Derbys zwischen dem OFC und dem FSV Frankfurt wurden mittlerweile elf Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Kickers haben ihrerseits ebenfalls reagiert. Sie sprachen mehrere Stadionverbote aus.

Wegen antisemitischer Schmährufe sind elf Ermittlungsverfahren gegen Anhänger der Offenbacher Kickers eingeleitet worden. "Im Rahmen der Ermittlungen konnten bereits vier Personen identifiziert werden", heißt es aus dem Sportministerium. Die heute bekannt gewordene Antwort geht aus einer Kleinen Anfrage zweier Landtagsabgeordneter der SPD hervor. Der Vorfall hatte sich nach dem Regionalligaderby gegen den FSV Frankfurt Ende September ereignet. Kickers-Fans beleidigten Anhänger des Gästeblocks damals als "Judenschweine".

Die Polizei hat nach Angaben des Ministeriums von den Schmährufen erst dank Hinweisen von Frankfurt-Fans erfahren. Nach dem Spiel seien Maßnahmen eingeleitet worden. Elf Fans hätten sich an den Rufen beteiligt. Dies habe die Auswertung der Videoaufzeichnung der Stadionkameras ergeben. Vier Personen seien bekannt. Gegen die übrigen OFC-Anhänger liefen derzeit Ermittlungsverfahren gegen unbekannt. Die Kickers-Verantwortlichen hatten direkt im Anschluss an das Spiel die Schmährufe verurteilt. In der Zwischenzeit sprachen sie vier Stadionverbote aus, zwei weitere Verfahren wurden eingeleitet. Die Stadionverbote gelten bis zu eineinhalb Jahre. Zudem sprach der OFC zwei Stadionverbote für Vorfälle beim Heimspiel gegen Saarbrücken aus, als Anhänger den Hitler-Gruß gezeigt haben sollen. (dpa/red)

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