Offenbachs Japaner nach Gala in Mannheim bescheiden

Erst Sechser, dann Zehner: Superlative für Sawada

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Unermüdlicher Antreiber: Offenbachs Ko Sawada.

Mannheim - Wer Ko Sawada abseits des Platzes sieht, mag es kaum glauben. Doch der schüchterne, höfliche Mann, der meist nicht mehr als „Alle haben gut gespielt, danke“ sagen möchte, ist zur zentralen Figur des Kickers-Spiels geworden.

Beim 3:1 bei Waldhof Mannheim war der 26-jährige Japaner neben Torwart Daniel Endres der beste Offenbacher. „Wie er seine Rolle als Sechser präsentiert, ist herausragend, er macht vieles intuitiv richtig“, lobte Sportdirektor Sead Mehic den schmächtigen, 1,73 Meter kleinen Wirbelwind mit Pferdelunge. Kilometer um Kilometer spulte Sawada ab, er stopfte Löcher, ließ sich auch von missglückten Zuspielen nicht irritieren und initiierte mit schnellen Tempoläufen Überzahlsituationen. Dass er maßgeblich an der Wende beteiligt war, krönte seine Leistung.

Vor Vetters 1:1 sah er eine minimale Lücke zum Pass. „Das hat er überragend gesehen“, lobte Vetter. Und vor dem 3:1 zog er über die rechte Seite unwiderstehlich an vier Mannheimern vorbei. Seinen Schlenzer lenkte Marco Schuster ins eigene Tor. „Sensationell, wie er das macht“, lobte Linksaußen Serkan Firat. OFC-Coach Daniel Steuernagel war ebenfalls stolz auf seinen Sechser, der am Ende immer mehr zum Zehner wurde: „Er hat das überragend gemacht, aber alle anderen haben auch richtig Gas gegeben.“ Sawada blieb wie immer bescheiden. „Wir haben gut gespielt, danke“, sagte er - und verschwand auf leisen Sohlen im Bus. (jm)

OFC zu Gast bei Waldhof Mannheim: Bilder

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