Schmitt bescheinigt Duell mit Saarbrücken Endspiel-Charakter

Finale auf „rauer See“ für Kickers

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Offenbachs Defensivspieler Marcel Gebers (rechts, in der Partie gegen 1899 Hoffenheim II) erwartet gegen den 1. FC Saarbrücken ein „Duell auf Augenhöhe“ mit vielen Zweikämpfen. „Entscheidend wird sein, wer die Basics besser umsetzt.“ Ein Tor von ihm „wäre schön, das ist nämlich schon lange her“. In der Liga traf er zuletzt am 13. September - bei der 3:4-Niederlage in Elversberg.  

Offenbach - Der Aufstieg ist bei den Offenbacher Kickers vor dem Endspurt des Jahres kein Thema, Aufgeben jedoch auch nicht. „Wir sind noch lange nicht fertig“ - so lautet das Motto. Im Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den 1.  FC Saarbrücken zählt allerdings nur ein Sieg. Von Christian Düncher 

Marcel Gebers ist darum bemüht, dem Verfolgerduell der Fußball-Regionalliga Südwest zwischen dem Sechsten Kickers Offenbach (16 Spiele, 28 Punkte) und dem Vierten 1. FC Saarbrücken (17 Spiele, 32 Punkte) nicht zu viel Bedeutung zukommen zu lassen. „Ich freue mich auf das Spiel, versuche aber, es anzugehen wie jedes andere“, sagt der Defensivspieler des OFC. Trainer Rico Schmitt redet hingegen Klartext: „Das ist ein Finale – für alle Beteiligten. Wer gewinnt, bleibt im Rennen.“ Im Falle einer Niederlage wäre der Zug für die Kickers wohl schon nach dem ersten der drei letzten Spiele des Jahres abgefahren.

Den Grund dafür, dass der OFC hinterherhinkt, hat der Trainer ausgemacht. „Es liegt daran, dass wir nicht konstant sind. Das nervt. Auf ein gutes Spiel gegen Kaiserslautern folgt so ein Spiel wie in Bahlingen.“ Beim Aufsteiger verloren die Kickers 1:4, kassierten damit nach dem 0:6 in Trier die zweite heftige Pleite innerhalb weniger Wochen. Das Duell mit dem 1.FC Saarbrücken sieht Schmitt insofern auch als Chance zur Wiedergutmachung. „Wir haben die Möglichkeit, die Spiele in Trier und Bahlingen mit einem couragierten Auftritt im eigenen Stadion vergessen zu machen“, sagt er.

Titelverteidiger Offenbach und Vizemeister Saarbrücken steckten zuletzt beide in der Krise, fuhren am Wochenende aber beide Siege ein: der OFC im Hessenpokal (7:0 gegen die SG Oberliederbach), der 1. FC im Ligaspiel bei Lokalrivale Saar 05 Saarbrücken (3:0). „Wir stecken aber nicht sportlich in der gleichen Situation“, so Schmitt. Er sieht den Gegner, bei dem viel Geld investiert worden sei, unter größerem Druck. „Die haben sich auf die Fahne geschrieben, dass sie aufsteigen wollen. Bei uns war hingegen jedem klar, dass wir in raue See geraten könnten.“

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Personelle Sorgen haben beide Teams, der OFC noch mehr als die Saarländer, obwohl zwei Verteidiger wieder zur Verfügung stehen. Stefano Maier wird beginnen, Thomas Franke auf der Bank sitzen. Da in Klaus Gjasula (gesperrt) und Matthias Schwarz (verletzt) zwei defensive Mittelfeldspieler ausfallen, wird Schmitt wohl auf ein 4-1-4-1-System umstellen. Sorgen bereitet ihm das nicht: „In so ein Spiel vor hoffentlich toller Kulisse kann man sich hineinsteigern. Und zu Hause haben wir eine gute Bilanz.“

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