DFL unterliegt im Polizei-Kostenstreit

OFC fühlt sich nicht betroffen

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Archivbild

Offenbach - Noch sind die Sorgen, die sich Mannschaften der Dritten Liga und der Regionalligen nach dem Bremer Urteil machen, hypothetischer Natur. Ob es jemals Auswirkungen auf Teams wie die Offenbacher Kickers haben wird, ist völlig offen.

„Gegenstand des Gerichtsverfahrens waren nur die Lizenzligen. Daher gehe ich davon aus, dass uns das Urteil nicht betrifft“, sagte gestern Kickers-Geschäftsführer Christopher Fiori. Zunächst einmal steht noch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus. Dann geht es erst mal nur um Bremen, ob andere Länder bei einem Präzedenzfall mögliche Polizeikosten auch auf untere Ligen übertragen, ist nicht absehbar. „Als Regionalligist könnten wir uns das gar nicht leisten“, meint Fiori. „Ich kann aber beide Seiten verstehen.“ Aus Sicht der Vereine sei aber zu berücksichtigen, dass diese aufgrund von strengen Auflagen der DFL in ihrem Stadion ganze Polizeiwachen und Sicherheitstechnik zur Verfügung stellen müssten. „Da ist natürlich klar, dass es Widerstand gibt, wenn sie noch weitere Kosten im Bereich der Polizei übernehmen sollen“, stellte Fiori klar.

Auch beim Hochrisiko-Gegner SV Waldhof Mannheim ist man nach dem Urteil skeptisch: „Eine weitere finanzielle Belastung – etwa durch die Kosten für Einsätze – wäre für uns nicht tragbar“, sagte Markus Kompp, Geschäftsführer des Regionalligisten. „Wir Amateur-Vereine müssen grundsätzlich finanziell an die Schmerzgrenzen gehen.“ (cd/dpa/cz)

Bilder: OFC zu Gast in Kassel

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