Das Ende der Siegesserie

Kickers verlieren Derby beim FSV 

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Wieder kein Treffer für den OFC: Mittelfeldspieler Dren Hodja (links) zieht ab, verfehlt aber das Tor des FSV.

Die ohnehin nur vage Hoffnung der Offenbacher Kickers auf den Titelgewinn und den damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga ist gestern ausgerechnet am Bornheimer Hang verweht. Von Christian Düncher

Frankfurt – Ausgerechnet, weil die Serie von sechs Siegen in Folge genau bei dem Verein endete, gegen den es in der Hinrunde mit 7:0 den bislang höchsten Sieg des OFC in der Fußball-Regionalliga Südwest gegeben hatte. Doch davon waren die Kickers weit entfernt, verloren 0:2 (0:0).

„Der FSV hat tief gestanden und auf unsere Fehler gewartet. Wir haben ihm den Gefallen getan, diese Fehler zu machen. Die Niederlage ist nicht unverdient“, sagte OFC-Trainer Daniel Steuernagel, dessen Team nun zwölf Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Mannheim hat. Dies aufzuholen, mutet bei zehn noch ausstehenden Spielen nahezu unmöglich an, zumal der Tabellenführer in den vergangenen zwölf Partien seit der 1:3-Pleite gegen den OFC nur vier Punkte liegen ließ. „Das hat mich vorher nicht interessiert und interessiert mich jetzt nicht. Wir müssen am Sonntag einiges besser machen“, sagte der Trainer mit Blick auf das Heimspiel gegen den SC Freiburg II.

Steuernagel änderte die Startelf im Vergleich zum 1:0 gegen Dreieich auf vier Positionen. Stammtorwart Daniel Endres, Ko Sawada, Serkan Firat und Moritz Reinhard begannen anstelle von Sebastian Brune, Kevin Ikpide, Varol Akgöz sowie Jake Hirst, der aufgrund einer Erkältung fehlte. Der OFC wirkte zu Beginn überrascht davon, dass der FSV bei Wind und Regen extrem früh störte, übernahm dann aber das Kommando.

Kickers Offenbach zu Gast beim FSV Frankfurt: Bilder

Maik Vetter hatte die erste Chance. Sein Schuss wurde aber abgefälscht, der Ball landete am Außennetz (5.). Nach der Ecke traf Benjamin Kirchhoff den Pfosten. Der FSV lauerte auf Konter und kam zweimal gefährlich in Tornähe. Vetter (9.) und Kirchhoff (15.) klärten jedoch. In der 21. Minute dann fast das 1:0 für den Gastgeber. Vito Plut hatte bereits Endres überwunden, doch Francesco Lovric klärte kurz vor der Torlinie. Die Kickers hatten weiter mehr vom Spiel, strahlten aber kaum Torgefahr aus. Reinhard gelang wenig. Und Firat kam als zweite Spitze kaum zur Geltung. „Wir hatten von hinten heraus Probleme, fanden kaum Lösungen, Da hätten wir geduldiger bleiben müssen“, gab Steuernagel zu.

Erst in der 31. Minute hatten die Kickers so etwas wie eine Chance, Dren Hodja schoss aber vorbei. Im Gegenzug rettete Endres gegen Plut, der später frei vergab (42.). Kurzum: Das 0:0 war aus Sicht der Kickers glücklich.

OFC-Zeugnis gegen FSV Frankfurt

Steuernagel griff in der Halbzeit ein, brachte in Akgöz (für Garic) einen zweiten, etatmäßigen Stürmer und zog Firat zurück ins Mittelfeld. Der OFC wirkte nun zielstrebiger, holte drei Eckbälle in Folge heraus. Aber echte Chancen gab es nicht. Der FSV war bei seinen wenigen Vorstößen gefährlicher: Kamil Tyminski (einst OFC-Jugend) schoss knapp drüber (69.). Kurz darauf war es dann so weit: Der FSV konterte über seine linke Seite, wo Lovric den Ball verlor. Vetter hätte klären können, doch Steffen Straub setzte mit der Fußspitze nach - 1:0 (74.). „Das waren zwei individuelle Fehler“, haderte der Trainer.

Er reagierte erneut, brachte Niklas Hecht-Zirpel (77.), was sich fast ausgezahlt hätte. Der Einwechselspieler wurde im Strafraum gefoult. Elfmeter. Doch Firat vergab die Chance zum Ausgleich, ballerte übers Tor (84.). Stattdessen machte Alexander Aschauer nach einem Konter alles klar (90.).

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