Bernd Winter war zwölf Jahre beim FSV engagiert

„Fußballschule ist mein Baby“

Wieder vereint in Offenbach: Bernd Winter (rechts) und Sead Mehic spielten von 2006 bis 2008 beim FSV Frankfurt. -   Foto: Hübner
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Wieder vereint in Offenbach: Bernd Winter (rechts) und Sead Mehic spielten von 2006 bis 2008 beim FSV Frankfurt.

Offenbach - Sein erstes Heimspiel als neuer Teammanager des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach hat Bernd Winter bereits hinter sich. Die erste Auswärtspartie führt ihn in seine Vergangenheit. Von Christian Düncher

Wenn die Kickers am Montag (20.15 Uhr/Sport1) beim FSV Frankfurt gastieren, trifft Winter auf den Klub, bei dem er 2008 seine Spielerkarriere beendet und seine nächste Laufbahn begonnen hatte.

„Das waren tolle zwölf Jahre, ich habe dort noch viele Freunde“, erzählt Winter, der mit den Bornheimern zweimal in Folge aufstieg: 2007 von der Hessen- in die Regionalliga, 2008 in die 2. Bundesliga. Danach hängte der FSV-Kapitän die Fußballschuhe an den Nagel. „Wenn man die Karriere so beendet, hat man natürlich noch Verbindungen zum Verein“, betont Winter, der dem Klub zunächst in anderer Funktion erhalten blieb. Er sammelte Erfahrungen im Management, baute die Fußballschule auf und hatte zudem seinen ersten Trainerjob beim FSV: als Assistent von Tomas Oral und Falko Götz 2015/16. Später folgte er Oral zum Karlsruher SC. Dort wurde das Duo Ende 2016 nach knapp sechs Monaten beurlaubt. Zum OFC kam der 46-Jährige über einen gemeinsamen Weggefährten: Sportdirektor Sead Mehic. „Wir haben zusammen beim FSV gespielt, sind zusammen aufgestiegen“, so Winter. „Danach hatten wir immer wieder mal privat Kontakt.“ Beide sind aber bei weitem nicht die einzigen Ex-Bornheimer bei den Kickers. „Es gibt also einige Schnittmengen. Und es macht einem den Einstieg beim neuen Verein etwas einfacher, wenn man ein paar Leute kennt. Aber alle anderen sind auch sehr nett. Ich habe viel Spaß“, sagte der gebürtige Groß-Umstädter, der seit knapp einer Woche bei den Kickers ist.

Mehic sprach Winter an, da sich der bisherige Teammanager Nino Berndroth beruflich anders orientieren wollte und man außerdem jemanden suchte, der sich um den Ausbau der Fußballschule kümmert. „Das waren zwei Dinge, die passen“, sagt der 121-malige Zweitligaspieler (Düsseldorf, Wolfsburg, Meppen). Er wisse aus 18 Jahren als Aktiver und der Tätigkeit als Co-Trainer, was von einem Teammanager gefordert wird. Zudem bringt er die Erfahrung aus 15 Jahren Fußballschule mit. Drei Jahre lang hatte er eine eigene, dann leitete er zwei Jahre die des FSV und zuletzt zehn Jahre die FFH-Fußballschule, an deren Aufbau er entscheidend beteiligt war. Als „Mein Baby“ bezeichnet er sie noch heute.

Kickers gegen FSV Frankfurt: Bilder zum Derby

Kickers Offenbach gegen FSV Frankfurt: Bilder zum Derby
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In Offenbach soll er diese Erfahrung jetzt einbringen. „Der OFC hat ja bereits eine Fußballschule, die in den Ferien Camps anbietet. Meine Aufgabe ist es, diese weiter auszubauen.“ Nach dem Vorbild der FFH-Fußballschule? Dafür benötigt man viel Zeit, betont Winter. „Das ist ein gewachsenes Konstrukt, das hat zehn Jahre gedauert.“ Am Platz soll es nicht mangeln, auch wenn der am Wiener Ring, wo der OFC-Nachwuchs residiert, jetzt schon knapp ist. „Während der Trainingszeit wird keine Fußballschule stattfinden“, so Mehic. Und Winter deutet an, dass man auch auf Tour gehen kann. „Beim FSV sind wir irgendwann aus allen Nähten geplatzt und daraufhin Kooperationen mit anderen Vereinen eingegangen.“

Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Aufgabe als Teammanager. Winter, der seit 2003 wieder mit der Familie (Frau, zwei Kinder) in seinem Heimatort Mosbach wohnt, kümmert sich unter anderem um die Kommunikation mit den Vereinen und Verbänden, die Organisation an Spieltagen sowie alle Angelegenheiten rund um die Mannschaft und das Trainerteam. Die Kommunikation mit dem FSV Frankfurt sollte ohnehin kein Problem sein. „Dorthin habe ich immer noch Verbindungen.“

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