Kickers Offenbach

OFC: 3:1 bei Generalprobe gegen Aschaffenburg

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Offenbacher Torschützen: Moritz Reinhard (rechts) erzielte gegen Aschaffenburg den 3:1-Endstand. Niklas Hecht-Zirpel (links) markierte beide OFC-Treffer beim 3:4 gegen Alzenau. In der Mitte: Alzenaus Masaki Murata.

Es ging um den guten Zweck, aber es war auch ein guter Test für die Offenbacher Kickers. Genauer gesagt: eine gelungene Generalprobe für den Start der Restsaison der Fußball-Regionalliga Südwest mit dem Nachholspiel am 15. Februar (14 Uhr) beim VfR Aalen. 

  • OFC schlägt Aschaffenburg
  • Kickers Offenbach dreht Rückstand
  • Knappe Niederlage gegen Alzenau

Kahl - In der Auftaktpartie des Benefizturniers des FC Victoria Kahl, in der OFC-Trainer Angelo Barletta seine aktuell beste Elf aufgeboten hatte, gelang ein verdienter 3:1 (0:1)-Erfolg gegen den Fünften der Regionalliga Bayern, Viktoria Aschaffenburg.

„Das Ergebnis zeigt etwas den Spielverlauf“, sagte Barletta. „Die erste Hälfte war schwierig, auch weil der Gegner es gut gemacht hat. Wie im Testspiel gegen Struga im Trainingslager fiel uns lange wenig ein. Da haben wir noch viel zu lernen. Und dann fiel auch noch ein unglücklicher Gegentreffer.“ Der erste übrigens im sechsen Testspiel.

OFC: Defensive wurde überrascht

Nach einem Ballverlust im Mittelfeld stoppte Serkan Firat seinen Gegenspieler zwar per taktischem Foul, die Kickers-Abwehr wurde jedoch durch den schnell ausgeführte Freistoß überrascht. Da Außenverteidiger Maik Vetter weit aufgerückt war, musste der zentrale Abwehrspieler Sebastian Zieleniecki rechts aushelfen. Sechser Richard Weil eilte zwar zurück, konnte jedoch nicht verhindern, dass Egson Gashi nach einem Schuss von Björn Schnitzer, den Dominik Draband stark pariert hatte, einschob (34.).

„Der Ballverlust war der Ursprung. Serkan hat aber eine gute Reaktion gezeigt und sofort nachgesetzt. Der Aschaffenburger Spieler, der sich nicht beirren ließ, und der Schiedsrichter haben es aber auch gut gemacht. Wir standen breit und etwas höher, da kann so ein Gegentor schon mal passieren“, resümierte Barletta. „Es gab aber davor schon ein, zwei ähnliches Situationen.“ Draband war jedoch jeweils zur Stelle.

Umso zufriedener war der OFC-Trainer mit dem, was er in der zweiten Hälfte sah. „In der Pause habe ich der Mannschaft gesagt, dass auch in Aalen der Boden schwierig und der Gegner griffig sein kann. Die Jungs haben auf die erste Hälfte, die zwar nicht gravierend schlecht, aber zäh war, sehr gut reagiert.“ Aschaffenburg, das in der Pause zehnmal gewechselt hatte, kam gegen den zunächst nur auf zwei Positionen veränderten OFC kaum noch aus der eigenen Hälfte raus. Pelle Hoppe belohnte die überlegenen Kickers schnell mit dem 1:1 (47.). Tim Dierßen sorgte in der 71. Minute für die Führung. Auch als Barletta in der Endphase vier weitere Änderungen vornahm, blieben die Kickers dominant und kamen durch die Co-Produktion zweier Einwechselspieler zum 3:1 (81.). Jakob Lemmer flankte von rechts und Moritz Reinhard traf per Kopf.

OFC: 15 Feldspieler kamen zum Einsatz

Insgesamt kamen 15 Feldspieler gegen Aschaffenburg zum Einsatz. Viel mehr hatte Barletta auch nicht zur Verfügung, zumal Leonidas Tiliudis nach langer Pause noch etwas Rückstand hat und Manolo Rodas zuletzt zwei Wochen lang ausgefallen war. Die zentralen Abwehrspieler Maurice Pluntke (Reha nach Knieoperation) und Francesco Lovric (Bänderanriss im Fuß) fehlten ohnehin. Zudem fiel Außenverteidiger Ronny Marcos aus. Er hat sich wie Lovric ein Band im Fuß angerissen und wird daher ebenfalls in Aalen fehlen, eventuell auch noch ein, zwei Wochen länger. „Das ist ärgerlich“, gab Barletta zu, wollte aber nicht klagen. Aufgrund der Personalsituation habe man keinen zweiten Anzug, sondern durchweg potenzielle Stammspieler. Das erhöht den Konkurrenzkampf.

Im Finale gegen Ligarivale Bayern Alzenau, der am Tag zuvor in seiner Dreiergruppe den Gastgeber mit 1:0 sowie den SC Hessen Dreieich (3:0 gegen Kahl) mit 2:1 besiegt hatte, sollten neben dem dritten Torwart Felix Ferahyan und vier U19-Spielern auch zwei eigentlich aussortierte Akteure ran. Matias Pyysalo (krank) meldete sich aber ab, sodass nur Julian Scheffler zum Einsatz kam. Diese C-Elf unterlag den fast in Topbesetzung angetretenen Alzenauern 3:4 (0:3). Niklas Hecht-Zirpel (2) und Pelle Hoppe konnten nur verkürzen.

Vikt. Aschaffenburg - OFC 1:3 (1:0)

OFC: Draband (46. Seidel) - Vetter, Zieleniecki, Albrecht, Schikora - Firat (79. Lemmer), Dierßen (79. Campagna), Weil (79. Garic), Daghfous, Pelle Hoppe (79. Reinhard), Hartmann (46. Hecht-Zirpel)

Tore: 1:0 Gashi (34.), 1:1 Hoppe (47.), 1:2 Dierßen (71.), 1:3 Reinhard (87.)

FC Bayern Alzenau - OFC 4:3 (3:0)

OFC: Ferahyan - Scheffler (46. Giesel), Boras (78. Dierßen), Tiliudis, Garic - Lemmer, Campagna, Embaye, Rodas (46. Bell Bell) - Hecht-Zirpel (78. Hoppe), Reinhard

Tore: 1:0 (4.), 2:0 (15.), 3:0 (24.), 4:0 (54.), 4:1, 4:2 Hecht-Zirpel (69., 78.), 4:3 Hoppe (87.)

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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