OFC uneins über Kaminskis Rolle

Gerangel um Kompetenzen

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Sahen sich am Samstag gemeinsam das Testspiel in Leverkusen an: OFC-Präsident Claus-Arwed Lauprecht (links) und der designierte Sportdirektor Alfred Kaminski.

Offenbach - Einen Titel hat er bereits. Auch die Frage, wer den künftigen Technischen Direktor Sport bezahlt, ist nun geregelt. Bei den Offenbacher Kickers in der Personalie Alfred Kaminski von Einigkeit zu reden, wäre aber Schönfärberei.

Profi GmbH und Verein rangeln weiterhin darum, welche Kompetenzen der Neue im Detail erhält. Übermorgen wollen die Kickers Alfred Kaminski als neuen Sportdirektor präsentieren. Bereits am Samstag sah er sich das Testspiel des OFC bei Bayer Leverkusen an. Ob er aber überhaupt für die Profis zuständig sein wird, ist offen. Das Regionalliga-Team gehört zur GmbH. Verpflichtet wurde Kaminski jedoch vom Verein, der ihn extern finanziert. Beide sind sich uneins darüber, wie weit Kaminskis Einfluss reichen soll.

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Misstrauen statt Vertrauen

Trainer Rico Schmitt sagt zwar, dass „jeder seine Gebiete“ habe, stellt aber klar: „Ich bin seit Sommer 2013 nicht nur Trainer der ersten Mannschaft, sondern auch für deren konzeptionelle Ausrichtung zuständig.“ Für Kaminski blieben somit nur noch die zum Verein gehörenden Nachwuchsteams. Das ist allerdings nicht im Sinne des Präsidiums, das die sportliche Kompetenz in der GmbH auf mehrere Schultern verteilen und Kaminski dort nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens als Geschäftsführer Sport installieren will.

„Das ist alles Sache des Vereins“

Schmitt („Das ist alles Sache des Vereins“) findet es grundsätzlich gut, „wenn im strategischen Bereich Fachwissen dazukommt“. Kaminski sei „ein Kollege, den ich sehr schätze. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Er ließ jedoch offen, wie diese aussehen soll.

Präsident Claus-Arwed Lauprecht betonte, dass die Zusammenarbeit langfristig angelegt sei: „Wir wollen eine Struktur entwickeln, die dem OFC eine gute sportliche Zukunft sichert.“ In Kaminski habe der Verein „den passenden Deckel zum Topf gefunden“. Unstimmigkeiten mit der GmbH kommentierte Lauprecht nicht: „Ich bin da relativ entspannt. Wir haben von den Vereinsmitgliedern einen Auftrag erhalten, dem wir gerecht werden wollen.“

Sieg gegen Bayer Leverkusen II

Mit dem 1:0 bei Bayer Leverkusen II verbuchte der OFC im zweiten Test den ersten Sieg, musste aber zwei Ausfälle hinnehmen. Sascha Korb und Benjamin Pintol schieden mit Knieverletzungen aus. Ersten Einschätzungen zufolge soll es nichts Schwerwiegendes sein. Beide werden aber heute von Teamarzt Dr. Michael Joneleit genauer untersucht werden.

Im Gegensatz zum 0:3 bei Borussia Mönchengladbach II ließen die Kickers diesmal kaum Chancen zu, trafen aber ihrerseits. Allerdings kurios: Baris Yakut flankte in den Strafraum, Leverkusens Schlussmann Oliver Schnitzler griff am Ball vorbei – 1:0 für den OFC (34.). In der 15. Minute hatte der Bayer-Torwart noch stark gegen Kevin Wittke pariert. Kurz vor dem Ende der Partie entschärfte er noch einen Kopfball von Markus Müller. „Das war im Vergleich zum Spiel gegen Mönchengladbach eine deutliche Steigerung“, lobte Schmitt.

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Christian Cappek und Denis Mangafic, die in Leverkusen fehlten, sollen heute trainieren. Morgen (14 Uhr) steht mit der Partie bei Viktoria Köln der nächste Test an.

OFC (1. Hälfte): Endres - Korb (24. Maier), Wilke, Modica, Theodosiadis - Gjasula - Tahiri, Wittke, Pintol (33. Müller), Yakut - Bäcker

OFC (2. Hälfte): Statovci - Kara, Maier, Schulte, Theodosiadis (72. Jamali) - Schwarz, Fleischer - Bonifer (72. Scheu), Biggel, Mosch - Müller

Tor: 0:1 Yakut (34.)

cd/jm

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