Geschwächt, aber nicht geschlagen

ANGEMERKT. Von JOCHEN KOCH

Die Offenbacher Kickers und ihre Fans sind für ihre Leidenschaft und Leidensfähigkeit bekannt. Mit überragender Moral ist der OFC auf Platz eins gestürmt, trotz zahlreicher Nackenschläge. Angefangen beim 1:1 gegen den VfR Aalen, mit dem umstrittenen Platzverweis für Gerrit Gohlke und der außergewöhnlich hohen Sperre von vier Spielen (von denen dann eines zur Bewährung ausgesetzt wurde). In Hoffenheim brachte der Schiedsrichter die Kickers-Fans an den Rand der Verzweiflung. Das nicht geahndete Foul an Richard Weil hat für den OFC ebenso negative Auswirkungen wie der Platzverweis für Kevin Pezzoni. Dass Schiedsrichter Luca Schlosser sich auf seinem Facebook-Profil als Fan von Eintracht Frankfurt zu erkennen gab, muss noch Konsequenzen von Seiten des Verbandes haben, auch wenn er gleich nach dem Spiel seine Vorliebe für den von den Offenbachern ungeliebten Nachbarverein gelöscht hat. Als ob die Sperren der beiden Innenverteidiger nicht schon genug Schwächung für das Topspiel gegen Elversberg wären, kam dann gestern auch noch die Nachricht vom monatelangen Ausfall des Kapitäns und Mittelfeldstrategen Richard Weil.

Da könnte man als Fan verzweifeln. Wenn da nicht die typische Offenbacher Kämpfer-Mentalität wäre. Wer kann mit so vielen Nackenschlägen nicht nur umgehen, sondern sogar Stärke daraus ziehen, wenn nicht der OFC-Fan. Die Saisonrekordkulisse wird am Samstag alles dafür tun, dass auch ein geschwächter OFC Platz eins verteidigt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare