OFC: „Führungsspieler“ verlängert bis 2019 - auch Marx bleibt

Für Göcer bis an Grenze gegangen

+
Werden auch kommende Saison für die Offenbacher Kickers spielen: Serkan Göcer (rechts) und Jan-Hendrik Marx (links). Beide haben ihren Vertrag um zwei Jahre verlängert.

Offenbach - Ein Spiel steht für Kickers Offenbach diese Saison noch in der Fußball-Regionalliga Südwest an – am Samstag um 14 Uhr beim VfB Stuttgart II. Die OFC-Verantwortlichen haben den Blick jedoch längst auf die kommende Spielzeit gerichtet und weitere Erfolge vermeldet. Von Christian Düncher 

In der Regel hält sich Christopher Fiori bei den Pressekonferenzen der Offenbacher Kickers im Hintergrund auf. Vor dem letzten Saisonspiel saß der OFC-Geschäftsführer jedoch selbst auf dem Podium – und hatte mit Abstand die längste Redezeit. „Ich hatte ja auch eine lange Liste“, scherzte der 37-Jährige. Zu vermelden gab es in der Tat einiges – und zwar ausnahmslos Positives. So hat in Serkan Göcer und Jan Hendrik Marx ein Duo mit auslaufendem Vertrag bis 2019 verlängert. Beide waren zuletzt unverzichtbare Stammkräfte. „Dass wir sie halten konnten, ist sehr gut“, freute sich Fiori.

Rechtsverteidiger Marx (22), der aus dem OFC-Nachwuchs stammt, hatte den Großteil der Hinrunde aufgrund einer Meniskusoperation verpasst und erst am 18. Spieltag sein Saisondebüt gegeben. In der zweiten Saisonhälfte war er gesetzt, verpasste keine einzige Partie. Die vergangenen elf Spiele absolvierte er jeweils über die vollen 90 Minuten. „Er ist in der Rückrunde echter Stammspieler geworden. Wenn er weiter auf diesem Niveau spielt, wird das auch so bleiben“, so Fiori.

Bilder: OFC gewinnt und feiert Klassenerhalt

Göcer, erst nach dem ersten Spieltag verpflichtet, kam sogar auf 27 Einsätze – alle von Beginn an. Zunächst verteidigte er rechts. Nach diversen Ausfällen half er im defensiven Mittelfeld und avancierte zur tragenden Säule. „Er ist ein absoluter Führungsspieler“, betonte der Geschäftsführer, der angekündigt hatte, bei den Gesprächen mit dem 23-jährigen einstigen Drittligaspieler finanziell an Grenzen gehen zu wollen. „Wir waren lange an der Sache dran, haben uns extrem gestreckt, aber nicht überstreckt“, sagte Fiori und stellte auf Nachfrage klar, dass keiner der zwei Spieler eine Ausstiegsklausel habe.

Der Kader des OFC für die kommende Saison nimmt damit immer konkretere Formen an. 15 Spieler stehen mindestens bis 2018 unter Vertrag. Verhandelt wird mit Benjamin Kirchhoff (Fiori: „Da sind wir schon relativ weit“) und Alexander Sebald. Auch Talent Nicola Jürgens soll wohl bleiben, ebenso einer der beiden Torhüter Levent Vanli und Bilal Zabadne. Bei Konstantinos Neofytos ist man sich weiter unschlüssig. Von dieser Personalie hängt ab, ob zwei oder drei Stürmer kommen sollen. Gesucht werden zudem ein Innenverteidiger und ein Spieler, der im Defensivbereich mehrere Positionen besetzen kann.

OFC-Noten gegen Hoffenheim

Alles steht und fällt freilich mit den finanziellen Möglichkeiten. Aber auch hier vermeldete Fiori Neuigkeiten. So gibt es auf www.ofc.de eine eigene Sportwettenseite – in Kooperation mit der Firma Tiplix. „Wir sind quasi das Pilotprojekt“, erklärte der OFC-Geschäftsführer. „Das ist neu. Damit sind wir sogar vor der Bundesliga.“ Der Clou: Die Kickers sind an den Umsätzen beteiligt, die über die Seite gemacht werden. Zuvor hatte der OFC – wie berichtet – bereits die Zusammenarbeit mit Ausrüster Nike (Fiori: „Das ist eine starke Marke“) verlängert – um drei Jahre. Die Outfitter GmbH (Neu-Isenburg) bleibt ebenfalls Partner der Kickers, wird für die Ausrüstung der Teams des Nachwuchsleistungszentrums zuständig sein. Ein neues Kickers-Motto gibt es ebenfalls: „Kult sind wir.“

Mehr zum Thema

Kommentare