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Gute Erinnerung an VfB Stuttgart II

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Jayson Breitenbach (links) ist beim OFC normal für das Verhindern von Toren verantwortlich. Im Hessenpokalhalbfinale gegen den FSV Frankfurt ging der 23-Jährige, der in der Jugend mal Torschützenkönig war, seiner alten Leidenschaft nach und erzielte seinen bislang einzigen Pflichtspieltreffer in dieser Spielzeit.
Jayson Breitenbach (links) ist beim OFC normal für das Verhindern von Toren verantwortlich. Im Hessenpokalhalbfinale gegen den FSV Frankfurt ging der 23-Jährige, der in der Jugend mal Torschützenkönig war, seiner alten Leidenschaft nach und erzielte seinen bislang einzigen Pflichtspieltreffer in dieser Spielzeit. © Hübner

Offenbach – Theoretisch könnte Sreto Ristic zum letzten Auswärtsspiel der Offenbacher Kickers in dieser Saison mit dem Rad fahren oder laufen. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten ist rund zwei Kilometer entfernt vom Gazi-Stadion am Stuttgarter Degerloch zu Hause. An diesem Samstag aber wird Ristic mit dem Bus anreisen, dem Mannschaftsbus des OFC.

Stuttgart, daraus macht der 46-Jährige kein Geheimnis, ist seine Heimat. Im Schwabenland begann einst seine Profikarriere, die ihn vom SSV Reutlingen unter anderem vier Jahre zum VfB Stuttgart führte, mit dem er 1998 im Finale des Europapokals der Pokalsieger stand (0:1 gegen den FC Chelsea). Auch bei der zweiten Mannschaft des VfB, am Samstag Gastgeber der Kickers, war Ristic aktiv (2005/2006). Beim Stadtrivalen Stuttgarter Kickers machte er seine ersten Erfahrungen im Trainergeschäft als Assistent von Horst Steffen.

An diesem Samstag aber ist kein Platz für Vergangenes. Ristic hat einen klaren Auftrag für den letzten Auftritt in der Fremde in dieser Spielzeit an seine Spieler gerichtet: „Wir wollen uns auswärts vernünftig verabschieden“, betont er. Und das bei einer Mannschaft, die „ich fußballerisch für die beste Mannschaft halte, die wir diese Saison bespielt haben“. Die Schwaben haben sich mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen aus dem Abstiegskampf verabschiedet, können als Tabellenzehnter (43 Punkte) befreit aufspielen. Zwar fehlen in Offensivtalent Lilian Egloff (19) und Linksverteidiger Erkan Celebi zwei Spieler gelbgesperrt, doch das ändert nichts an Ristics hoher Meinung über den Gegner. Der Offenbacher Coach selbst kann bis auf die Langzeitausfälle Elia Soriano, Malte Karbstein, Moody Chana und Mathias Fetsch auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Offen ließ er, ob er Spielern, die zuletzt wenig zum Einsatz kamen, Bewährungsmöglichkeiten gibt.

Gesetzt sein dürfte in jedem Fall Jayson Breitenbach. Der 23-Jährige, vor der Saison vom 1. FC Saarbrücken zu seinem Jugendverein zurückgekehrt, ist ein Gewinner dieser Spielzeit. Als flexibel links und rechts einsetzbarer Außenverteidiger geholt, ist er seit dem 3:1 im Hinspiel, als er für den verletzt ausgeschiedenen Osarenren Okungbowa ins Spiel kam, als Innenverteidiger gesetzt. „Wir sind froh, dass er da so gut funktioniert“, freut sich Ristic. 19 Mal agierte der gebürtige Gelnhäuser seither als Nebenmann von Kapitän und Dauerspieler Sebastian Zieleniecki, achtmal blieb der OFC ohne Gegentor.

Auf die Partie beim schwäbischen Fußball-Nachwuchs, in dem auch gestandene Akteure wie der frühere Offenbacher Richard Weil oder Dominik Nothnagel (zuvor FSV Frankfurt) mitwirken, freut sich Breitenbach. „Das ist eine Mannschaft, die immer Fußball spielen will.“ Gut Fußball spielen - und am besten den 23. Saisonsieg einfahren, das ist die Losung für die Offenbacher Kickers. Und wenn dann der SSV Ulm 1846 beim schwäbischen Rivalen SG Großaspach patzen sollte, wäre am letzten Spieltag sogar noch Platz zwei im Fernduell möglich.

Von Jörg Moll

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