OFC gewann seit Einführung der Regionalliga Südwest erst einmal bei den „Spatzen“

Kickers Offenbach: Guter Zeitpunkt, um die Ulm-Bilanz aufzubessern

Kickers Offenbachs Mittelfeldspieler Serkan Firat (rechts) hat keine besonders guten Erinnerungen an Spiele beim SSV Ulm 1846.
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Kickers Offenbachs Mittelfeldspieler Serkan Firat (rechts) hat keine besonders guten Erinnerungen an Spiele beim SSV Ulm 1846.

Kickers Offenbach hat in der Fußball-Regionalliga Südwest beim SSV Ulm 1846 keine gute Bilanz. Das gilt auch für Serkan Firat. Zumindest als Torschütze oder Vorlagengeber ging er dort immer leer aus. Es wird Zeit, dass sich das ändert, meint er.

Offenbach – Es liegt in der Natur der Sache, dass sich negative Erlebnisse tiefer in die Erinnerung eingraben als positive. Bei Serkan Firat überlagern die schlechten Erfahrungen an Spiele beim SSV Ulm 1846 sogar komplett die guten. „Ich habe dort noch nie gewonnen, es waren immer negative Erlebnisse“, erinnert sich der Mittelfeldspieler des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach. Ganz so schlimm ist seine persönliche Bilanz der Partien bei den „Spatzen“ jedoch nicht. Zwei Pleiten (jeweils 1:2) steht immerhin ein Sieg (2:1) gegenüber. In einem Punkt ging Firat in Ulm allerdings in der Tat leer aus: Er trat dort noch nie als Torschütze oder Vorlagengeber in Erscheinung. Es sei „ein guter Zeitpunkt“, für positive Erlebnisse zu sorgen, sagt er vor dem Duell beim SSV morgen (19 Uhr).

Zumal die Bilanz des OFC in Ulm nicht viel besser aussieht als die persönliche von Firat. Fünfmal traten die Kickers seit Gründung der Regionalliga Südwest bei den „Spatzen“ an und verloren viermal. Den einzigen Sieg gab es mit Firat am 29. April 2017. Auffällig: Es waren stets enge Spiele, die jeweils mit lediglich einem Tor Unterschied endeten. Firat hätte nichts dagegen, wenn ihm diesmal der entscheidende Treffer gelänge. Es wäre sein erster in dieser Saison. Dass er so lange warten muss, ist ungewöhnlich für den torgefährlichen Offensivmann, der sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen lässt, wie er betont: „Ich versuche, mich einzubringen, und hoffe, dass mir bald ein Tor gelingt. Aber ich mache mich deswegen nicht verrückt.“

Nimmt man nur die Tabelle als Maßstab, sind die ungeschlagenen Kickers (4. Platz, 15 Punkte aus sieben Spielen) in Ulm (8., zwölf Punkte aus acht Spielen) diesmal sogar leichter Favorit. Aber Firat warnt vor zu vielen Rückschlüsse zu ziehen. „Wir haben erst ein Sechstel der Saison hinter uns“, stellt er klar. „Wir haben ein sehr schwieriges Auswärtsspiel vor uns, wollen jedoch mehr. Wir wollen weiter Punkten und uns als Mannschaft entwickeln.“

Offen ist noch, ob Trainer Angelo Barletta hinten bei der Dreierkette bleibt, die er gegen Bayern Alzenau (3:0) erstmals in dieser Saison aufgeboten hatte, oder der nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder verfügbare Davud Tuma - wie in Freiburg - links verteidigt. „Es gibt einige Gedankengänge“, verriet der Kickers-Coach: „Es kann sein, dass wir umstellen.“ Dass die Ulmer zuletzt bei der SG Sonnenhof Großaspach mit 1:3 verloren, kam dem Kickers-Coach gar nicht gelegen: „Deren Trainingswoche wird eklig und fies gewesen sein.“ Barletta rechnet mit einem Gegner, der alles daran setzen wird, sich daheim zu rehabilitieren.

Von Christian Düncher

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