Kreuzband nur überdehnt

Hahn hat zum zweiten Mal „Glück im Unglück“

André Hahn (Mitte) wird von Teamarzt Dr. Thomas Faust (links) und Physiotherapeut Kevin Schmitt vom Platz geführt.

Offenbach - Die Schmerzen sind immer noch da, aber die Stimmungslage hat sich im Vergleich zu Samstagnachmittag gewaltig verbessert. Da war André Hahn, der Offensivspieler der Offenbacher Kickers, noch „sehr traurig“, wie Trainer Arie van Lent erzählte.

Inzwischen ist Hahn „erleichtert“. Denn: „Ich hatte Glück im Unglück.“ Und das bereits zum zweiten Mal.

Im Oktober 2011 hatte sich der 22-Jährige am linken Knie verletzt. Verdacht auf Kreuzbandriss. Es stellte sich aber heraus, dass es nur eine Zerrung war. Vier Wochen Pause statt sechs Monate. Am Samstag gegen Chemnitz verletzte sich Hahn kurz nach der Pause erneut am Knie, diesmal rechts. „Ich habe mich gedreht, aber das Bein ist stehengeblieben. Es hat geknallt, das hat sogar mein Gegenspieler gehört“, sagte die Nummer 15 der Kickers, die daher ausgewechselt werden musste. Teamarzt Dr. Thomas Faust vereinbarte noch für den Abend einen Termin bei einem radiologischen Institut in Offenbach, mit dem der OFC seit einiger Zeit zusammenarbeitet. „Sie hatten uns gesagt, dass sie auch an Spieltagen zur Verfügung stehen, und sie haben Wort gehalten“, sagte Faust. „Ein Arzt kam dafür extra aus dem Feierabend.“

„André Hahn ist ein recht robuster Typ“

Das Ergebnis der Untersuchung: „Kein Kreuzbandriss und kein Meniskusschaden, aber eine schwere Überdehnung des vorderen Kreuzbandes, eine starke Zerrung der Patellasehne und ein Gelenkerguss“, so Faust. „Ein paar Wochen wird er damit wohl ausfallen.“ Wie lange Hahn den Kickers nicht zur Verfügung steht, hängt auch davon ab, wie schnell der Erguss im Knie verschwindet. Aufgrund der schnellen Diagnose habe man bereits gestern mit einer gezielten Therapie beginnen können. „Das ist ein enormer Zeitgewinn“, sagte der Teamarzt, der noch aus einem anderen Grund guter Dinge ist: „André Hahn ist ein recht robuster Typ. Eventuell wird sich die Ausfallzeit dadurch etwas verkürzen.“ Von vier bis sechs Wochen Pause gehen die Verantwortlichen der Kickers derzeit aus.

Das OFC-Zeugnis gegen Chemnitz

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Hahn wird auf alle Fälle im Pokalspiel am Mittwoch gegen Union Berlin und im Derby am Samstag bei Darmstadt 98 fehlen. „Das ist bitter, aber da muss ich durch“, sagte er. Trainer Arie van Lent war nach der Diagnose ebenfalls erleichtert, wenngleich sein Team den Ausfall gut kompensierte. Der eingewechselte Lars Bender sei rechts sofort in die Partie gekommen und Julius Reinhardt, der daraufhin die Seite gewechselt und Hahns Part übernommen hatte, finde sich „ohnehin überall zurecht“.

cd

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