„Zu Hause mal wieder überzeugen“

OFC will gegen Worms Serie der sieglosen Heimspiele beenden 

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Francesco Lovric 

Offenbach -  Francesco Lovric muss ein paar Sekunden überlegen, dann kramt er die unliebsamen Gedanken hervor. Von Christian Düncher

„Marco Rapp hat damals Rot gesehen und wir haben das Spiel noch aus der Hand gegeben“, erinnert sich der Defensivspieler des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach an sein einziges Duell mit Wormatia Worms. Etwas mehr als sieben Monate liegt das zurück. Rapp wurde in der 47. Minute nach einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen. Varol Akgöz traf in Unterzahl zum 2:1. Doch Worms gelang noch der Ausgleich.

Am Samstag (14 Uhr) steht das Wiedersehen an – erneut in Offenbach. Und der OFC hat sich seine Anfälligkeit dafür, Führungen zu verspielen, erhalten. Viermal gab es diese Saison nach einem 1:0-Vorsprung nur ein 1:1. Zweimal mussten die Kickers nach 2:0-Führung den Ausgleich hinnehmen, setzten sich aber noch durch: gegen 1899 Hoffenheim II (5:2) und zuletzt beim VfB Stuttgart II (4:2). „Dass wir in so einer Situation zurückkommen und gewinnen, zeigt, dass die Mannschaft Moral hat“, so Lovric.

Und Trainer Daniel Steuernagel sagt: „Es ist gut zu wissen, dass wir das können.“ Und dieses gute Gefühl soll das Team mit ins Duell mit der vor der Abstiegszone stehenden Wormatia nehmen, die am Mittwoch im Landespokal nach Verlängerung 2:1 gegen Pfeddersheim siegte. „Worms hat Verletzungssorgen, vor allem in der Innenverteidigung“, so Steuernagel. „Zuletzt spielten sie mit Dreierkette, sonst 4-4-2. Wir sind auf beides vorbereitet.“

Kampfansagen gibt es von Steuernagel, dessen Team als Tabellensechster zehn Punkte hinter Spitzenreiter Mannheim liegt, nicht. Er spricht von „kleinen Zielen“. Zu denen gehört, die Fehler abzustellen, die immer wieder zu Gegentoren führen. Wie in Stuttgart, als vor dem 1:2 die „Restverteidigung“ nicht gut organisiert war. Wichtig sei außerdem, nach drei sieglosen Heimauftritten (1:1, 0:0, 1:1) „zu Hause mal wieder ein überzeugendes Spiel“ zu machen. Dafür benötige man „gute Balance“. Also: Offensiv agieren, ohne dem Gegner zu viele Chancen zu gestatten.

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Julian Scheffler und Florian Treske (beide Trainingsrückstand) sind noch kein Thema. Lucas Albrecht (Gelbsperre) fällt aus. Dafür wird Lovric im Abwehrzentrum spielen. „Innenverteidigung oder Sechs, das ist mir egal“, sagt er. Nur eines will er nicht: Zu Hause gegen Worms erneut nicht als Sieger vom Spielfeld gehen. „Wir wollen gegen einen guten Gegner drei Punkte holen und dann von Spiel zu Spiel schauen.“

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