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Hessenpokal: OFC kann das Dutzend voll machen

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Von: Christian Düncher

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Da ist das Ding: 2016 gewann der OFC durch einen 2:1-Finalsieg gegen Favorit SV Wehen Wiesbaden zuletzt den Hessenpokal. Maik Vetter (Dritter von rechts) war als einziger Spieler aus dem aktuellen Kader damals schon dabei. Hier feiert er den Coup mit Niko Dobros, Benjamin Pintol, Alexandros Theodosiadis, Stefano Maier, Eric Wege (Zeugwart), Dr. Michael Joneleit (Teamarzt), Daniel Endres, Martin Röser und Dren Hodja.
Da ist das Ding: 2016 gewann der OFC durch einen 2:1-Finalsieg gegen Favorit SV Wehen Wiesbaden zuletzt den Hessenpokal. Maik Vetter (Dritter von rechts) war als einziger Spieler aus dem aktuellen Kader damals schon dabei. Hier feiert er den Coup mit Niko Dobros, Benjamin Pintol, Alexandros Theodosiadis, Stefano Maier, Eric Wege (Zeugwart), Dr. Michael Joneleit (Teamarzt), Daniel Endres, Martin Röser und Dren Hodja. © hübner

Kickers Offenbach steht am Samstag zum 13. Mal im Finale des Fußball-Hessenpokals. Elf Mal holte der den Cup bereits, zuletzt 2016. Gegen den TSV Steinbach Haiger soll das Dutzend nun voll gemacht werden.

Offenbach – Für den TSV Steinbach Haiger ist es die dritte Finalteilnahme in Folge, für Kickers Offenbach ein lange nicht mehr erlebtes Gefühl. Der OFC ist im Hessenpokal zwar mit elf Titeln Rekordsieger, stand allerdings zuletzt 2016 im Endspiel und setzte sich damals unter Trainer Oliver Reck 2:1 (1:1) gegen den favorisierten Drittligisten SV Wehen Wiesbaden durch.

Finalort war seinerzeit Steinbach. Am Samstag (12.15 Uhr) ist nun das Waldstadion in Gießen Austragungsort des Endspiels, das Teil der großen ARD-Konferenz („Finaltag der Amateure“) sein wird.

In der Regionalliga trafen beide Teams erst kürzlich aufeinander. Nach dem 4:0-Hinspielsieg des OFC setzte sich der TSV am 23. April in einer einseitigen Partie mit 3:0 gegen damals körperlich und geistig kraftlos wirkende Kickers durch, geht daher also mit Rückenwind in die Begegnung. Der OFC zeigte danach allerdings trotz des verpassten Aufstiegs eine starke Reaktion und gewann die folgenden vier Pflichtspiele bei 13:2 Toren. Und noch etwas spricht für einen Erfolg der Offenbacher: Wenn der OFC im Hessenpokalfinale stand, holte er fast immer den Titel. Lediglich 1950 (0:4 gegen den FC Hanau 93) gab es eine Endspielniederlage. Zudem wird die Partie in Gießen zu einem Heimspiel für die Kickers, deren Fans sich mehr als 3000 der offiziell 3780 Tickets gesichert haben.

Die Fanvereinigung „Szene Offenbach“ hat fürs Finale extra T-Shirts anfertigen lassen. Das Team soll aber freilich nicht nur optisch unterstützt werden. „Unsere Jungs dürfen sich auf den lautstarken Support von mehreren Tausend mitgereisten Kickers-Fans freuen und erfüllen uns am Ende hoffentlich den Traum vom Einzug in den DFB-Pokal“, heißt es in einer Mitteilung. „Endlich haben wir die Chance, uns den Frust der letzten Jahre aus der Kehle zu brüllen und am Ende ein großes Ziel zu erreichen: Endlich wieder auf der Bühne des bundesweiten Fußballs zu spielen und wieder von magischen Pokalnächsten unter Flutlicht am Bieberer Berg zu träumen.“

Diese Sätze belegen, wie groß die Sehnsucht der Fans nach Erfolgen ist. Nach dem verpassten Aufstieg, der diese Saison das „große Ziel“ war, geht der OFC in seine zehnte Spielzeit in der Regionalliga Südwest. Der letzte Hessenpokalsieg liegt bereits sechs Jahre zurück, nachdem der OFC zuletzt gegen unterklassige Gegner (SF Seligenstadt) oder Ligarivalen (Bayern Alzenau, SC Hessen Dreieich, FC Gießen) gescheitert war.

Damals, im Mai 2016, spielten die Kickers hingegen auf dem Haarwasen groß auf. Bereits in der neunten Minute fiel das 1:0. Kristian Maslanka hatte vor Wehens Strafraum den Ball erobert und Dren Hodja alleine vor Torhüter Markus Kolke die Nerven behalten. Wehen gelang zwar schnell der Ausgleich durch den Ex-Offenbacher Torsten Oehrl (16.), aber das letzte Wort in diesem Finale vor 2300 Zuschauern hatten die in Giftgrün spielenden Kickers. Der eingewechselte Robin Scheu setzte sich rechts durch und passte zu Martin Röser, der ins lange Eck vollendete. Der Rest war Jubel pur. Der OFC und seine Fans hätten nichts dagegen, wenn sich das nun wiederholt. (Von Christian Düncher)

Hessenpokalfinale 2016: Kickers Offenbach - SV Wehen Wiesbaden 2:1 (1:0)

Kickers Offenbach: Endres - Vetter, Maier, Gebers, Theodosiadis - Rapp, Maslanka - Röser (89. Schwarz), Hodja (70. Scheu), Dobros (85. Schulte) - Pintol

SV Wehen Wiesbaden: Kolke - Funk, Wein, Ruprecht, Vitzthum - Blacha (61. Lindner), Pezzoni - Schindler, Lorenz (26. Mintzel) - Mende, Oehrl (74. Mayer)

Tore: 0:1 Hodja (9.), 1:1 Oehrl (16.), 1:2 Röser (80.) - Zuschauer: 2300

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