Kickers erster Ansprechpartner, Gespräche erst in der Pause 

Hirsts neuer Berater macht OFC Hoffnung

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Jake Hirst  

Offenbach - Florian Treske, der zum Jahresende scheidende Rekordtorjäger der Regionalliga Südwest, sieht in seinem Sturmpartner bei Kickers Offenbach, Jake Hirst, schon einen „würdigen Nachfolger“. Von Christian Düncher 

Allerdings stellt sich die Frage, wie lange der Überflieger noch für den OFC auf Torejagd gehen wird. Der Vertrag des 22 Jahre alten Angreifers, der zu Saisonbeginn vom Kreisoberligisten TSV Bad Nauheim gekommen war und in 15 Spielen bereits achtmal traf, läuft zum Rundenende aus. Die Kickers hatten schon vor mehreren Wochen den Versuch unternommen, ihn zu verlängern, waren aber gescheitert. Hirst und seine damaligen Berater, darunter der einstige OFC-Trainer Steffen Menze, hatten die Verhandlungen gestoppt. Inzwischen hat Hirst den Berater gewechselt. Eine schnelle Entscheidung ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.

Das Thema Vertragsverlängerung interessiere ihn „gerade noch gar nicht“, hatte der Angreifer nach dem letzten Heimspiel des Jahres gegen Walldorf (2:1) gesagt. „Darum kümmere ich mich nicht, das macht mein Berater.“ Das ist seit einiger Zeit der ehemalige Oberliga-Spieler Thorsten Nuhn (einst SG Bruchköbel), zu dessen Mandanten unter anderem Jan Zimmermann (Eintracht Frankfurt) gehört. Er hält Gespräche zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch für zu früh.

„Jake ist ja erst seit Sommer Profi. Nachdem er hervorragend abgeliefert hat, ist viel auf ihn eingeprasselt. Es gab Anfragen von Presse und TV. Wir haben daher erst mal alles gestoppt“, sagt der ehemalige Stürmer, der wie Hirst in der Wetterau wohnt und den Spieler „schon länger“ kennt. Doch warum kam es zum Berater-Wechsel? „Dazu kann ich nichts sagen. Ich äußere mich nicht über andere Berater“, so Nuhn. „Jake hat sich für mich entschieden, darüber bin ich froh.“

Ob sich Hirst dafür entscheiden wird, bei den Kickers zu bleiben, ist hingegen weiter offen. „Wir sind diesbezüglich grundsätzlich aufgeschlossen. Der OFC ist erster Ansprechpartner. Bisher hat noch niemand mit mir gesprochen. Ich bin mir aber sicher, dass das in der Winterpause passieren wird“, meint Nuhn. Christopher Fiori, Geschäftsführer des OFC, äußerte sich ähnlich: „Wir haben Gespräche für die Winterpause verabredet, das werden wir auch tun. Bislang habe ich aber nur direkt mit dem Spieler gesprochen. Wir werden uns mit ihm und dem neuen Berater zusammensetzen.“

OFC-Zeugnis gegen Astoria Walldorf

Ob es Anfragen anderer Vereine gibt („Kein Kommentar“) und ob er Hirst den Sprung in eine höhere Spielklasse zutraut, dazu wollte sich Nuhn nicht äußern: „Er hatte zwischendurch eine Flaute, aber das ist bei diesem Sprung normal.“ Gerüchte, denen zufolge Hirst von einem anderen Berater den Markt in England, der Heimat seiner Eltern, sondieren lässt, kann Nuhn nicht bestätigen: „Davon höre ich das erste Mal.“

Im letzten Spiel des Jahres am Samstag (14 Uhr) bei der Reserve von Mainz 05 hoffen die Kickers wieder auf Hirst. Vergangenen Sonntag war er im Heimspiel gegen den FC Astoria Walldorf (2:1) beim Stand von 0:1 eingewechselt worden und hatte nicht nur aufgrund seines Tores zum 1:1 großen Anteil daran gehabt, dass die Wende gelang.

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