OFC-Lazarett lichtet sich nur langsam

Hoffnungsschimmer und Fragezeichen

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Nur Zuschauer, aber Motivator: OFC-Torwart und Kapitän Daniel Endres konnte beim Spiel in Koblenz zwar aufgrund einer Verletzung nicht mitwirken, war aber dennoch nah dran an der Mannschaft – auch bei der anschließenden Siegesfeier mit den Fans. Serkan Göcer genoss den Erfolg besonders. Er stammt aus der Koblenzer Jugend, viele Verwandte waren unter den Zuschauern.  

Offenbach - Sieben fehlende Akteure und nur 16 Mann auf dem Spielberichtsbogen: Die Offenbacher Kickers traten bei der TuS Koblenz mit dem letzten Aufgebot an. Und am Freitagabend (19.30 Uhr) geht es bereits weiter – mit dem Spiel gegen Eintracht Stadtallendorf. Von Christian Düncher  

Ob sich die Situation bis dahin entspannt hat? Ein Überblick:
Daniel Endres: Der Kapitän und Torwart war mit nach Koblenz gereist, um das Team zu unterstützen. Er klatschte die Mitspieler vor der Partie beim Gang in die Kabine ab und war nach dem Schlusspfiff einer der ersten Gratulanten. Das 32 Jahre alte OFC-Urgestein verpasste die vergangenen zwei Spiele aufgrund „muskulärer Probleme“. Hinter seinem Einsatz am Freitag steht noch ein großes Fragezeichen. Sebastian Brune erwies sich jedoch bislang als guter Ersatz.

Benjamin Kirchhoff: Ein Muskelfaserriss im Hüftbeuger war der Grund dafür, dass der Innenverteidiger, der zuvor alle Spiele über die gesamte Dauer absolviert hatte, die vergangenen zwei Begegnungen verpasste. Soll nach dem für das Team trainingsfreien Montag aber heute wieder in das Mannschaftstraining zurückkehren. Sein Ersatz, der vom defensiven Mittelfeld in das Abwehrzentrum beorderte Serkan Göcer, hatte gegen Walldorf unglücklich agiert, in Koblenz aber eine souveräne Leistung gezeigt.

Dennis Schulte: War beim 4:1 gegen den FSV Frankfurt für den am Oberschenkel verletzten Alexandros Theodosiadis eingewechselt worden und hatte den etatmäßigen Linksverteidiger auch gegen Walldorf vertreten, ehe er in der 83. Minute selbst mit einer Zerrung vom Platz musste. War in Koblenz ebenfalls nur Zuschauer. „Er ist aber auf einem guten Weg, bei ihm könnte es bis Freitag klappen“, sagte Sportdirektor Sead Mehic. Schulte gab sich ebenfalls zuversichtlich. „Die Hoffnung ist da“, sagte er.

Alexandros Theodosiadis: Bereits im Achtelfinale des Hessenpokals beim TSV Lehnerz war er mit muskulären Problemen ausgewechselt worden. Im folgenden Punktspiel gegen den FSV Frankfurt zog er sich dann einen leichten Faserriss zu. „Mit ihm rechnen wir bis Freitag auf keinen Fall“, so Mehic. Theodosiadis selbst hofft, diese Woche zumindest leichtes Lauftraining absolvieren zu können.

Niklas Hecht-Zirpel: Der Offensivspieler verfolgte die Begegnung in Koblenz leicht erkältet als Zuschauer. Die Erkrankung hätte einen Einsatz unter Umständen zugelassen, nicht aber das bei Belastung schmerzende Knie. „Sofern das bis Freitag weg ist, könnte er eine Option sein“, sagte Mehic. „Mitte der Woche kann man eventuell etwas mehr sagen.“ Der vor der Saison aus Nöttingen gekommene 24-Jährige hatte in der Endphase der Partie gegen Walldorf (4:3), in der er zum 1:1 traf, bereits Probleme.

Ko Sawada: Nach längerer Verletzungspause war der Japaner eigentlich auf einem guten Weg zurück. Gab am 9. September beim 3:0 gegen die Stuttgarter Kickers sein Comeback, als er in der 60. Minute eingewechselt wurde. Stand jedoch in den vergangenen drei Partien aufgrund von Knieproblemen nicht im Kader. Soll diese Woche eventuell leicht trainieren.

Marco Ferukoski: Das Offensivtalent, das noch in der U19 spielen kann, diese Saison jedoch bereits dreimal im Profi-Kader stand, kehrte gestern unverletzt von seiner Länderspielreise zurück. Mit Mazedoniens U19-Nationalmannschaft hatte der 18-Jährige in Maribor zweimal gegen Saudi-Arabiens Nachwuchs getestet. Auf eine 1:2-Niederlage folgte ein 3:2-Sieg. „Es war eine gute Vorbereitung auf die EM-Qualifikation in November“, so Ferukoski.

Bilder zum OFC-Auswärtssieg

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