Gedanken über möglichen Ersatz

Markus Husterer fehlt „als Spieler und Typ“

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Abwehrspieler mit Torinstinkt: Markus Husterer (beim Jubeln mit Stefan Vogler) erzielte diese Saison bereits drei Treffer.

Offenbach - Morgen entscheidet sich, wie lange die Offenbacher Kickers auf Markus Husterer verzichten müssen. Die Verantwortlichen haben sich bereits Gedanken über einen möglichen Ersatz gemacht. Ob der OFC noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird, ist aber unklar. Von Christian Düncher

Dafür könnte es jedoch noch einen Abgang geben. Einen gemeinsamen Termin hatten beide gestern ohnehin. Bis zur Jugendsitzung der Offenbacher Kickers am Abend wollte der gerade aus dem Urlaub zurückgekehrte Technische Direktor des OFC, Oliver Roth, aber nicht warten. Bereits nachmittags telefonierte er mit Sportkoordinator Ramon Berndroth. In dem Gespräch dürfte es auch um die Frage gegangen sein, ob die Kickers nochmals auf dem Transfermarkt tätig werden. Zumal klar ist, dass Markus Husterer längere Zeit ausfallen wird.

„Wir sind permanent im Gespräch – und wir beobachten permanent den Markt“, betonte Berndroth. „Aber im Moment ist da nichts konkretes.“ Trainer Arie van Lent hatte erklärt, dass er sich angesichts der Ausfalls von Husterer natürlich gerne nach einem Ersatz umsehen und dafür das Okay der Klubführung einholen wolle. „Dafür wird es aber kein spezielles Meeting geben“, sagte Berndroth. „Richtig ist allerdings, dass wir uns in einer Situation befinden, in der wir uns Gedanken machen müssen. Und das haben wir auch schon. Es gibt bereits Überlegungen. Die Panik ist aber nicht ausgebrochen. Und wir verfallen auch nicht in Aktionismus.“

Bedeutet: Die Kickers wollen erst die Operation abwarten. Bei der wird sich morgen in Augsburg entscheiden, wie lange sie auf Husterer verzichten müssen. Es geht um die Frage, ob es sich lediglich um eine Meniskusverletzung handelt oder sogar der Knorpel beschädigt ist. Zwei Monate wird der Routinier mindestens ausfallen und demnach auch im DFB-Pokalviertelfinale am 26. Februar gegen den VfL Wolfsburg nicht zur Verfügung stehen. „Dieses Spiel“, stellte Berndroth klar, „interessiert mich aktuell überhaupt nicht. Wichtig ist erstmal die englische Woche zu Beginn der zweiten Saisonhälfte mit drei Spielen in acht Tagen.“

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Außer Husterer kamen in dieser Saison bislang nur Stefan Kleineheismann und Marcel Stadel in der Innenverteidigung der Kickers zum Einsatz. „Beide haben ihre Sache immer gut gemacht“, lobte van Lent, der darüber hinaus in Eigengewächs Stefano Maier aber nur noch einen weiteren gelernten Innenverteidiger in seinem Kader hat. Außenverteidiger Mark Stein könne ebenfalls zentral spielen, so Berndroth. „Aber nur zur Not.“ Dieser Notfall kann allerdings schnell eintreten. „Falls Marcel Stadel oder Stefan Kleineheismann ausfallen, sieht es nicht gut aus“, gab Berndroth zu und äußerte die Hoffnung, dass Husterer kurzer als befürchtet ausfällt. Das Gegenteil wäre der „der schlimmste Fall“, so der Sportkoordinator. „Die Defensive müsste dann sicherlich verstärkt werden. Dann ginge es nicht um eine Ergänzung.“ Denn langfristig wäre Husterer nur schwer zu ersetzen. „Er tut uns gut, als Spieler und als Typ“, lobte Berndroth, den 29-jährigen Verteidiger, der diese Saison 22 von 24 Pflichtspielen absolviert und drei Tore erzielt hat.

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Noch gar nicht zum Einsatz kamen Daniel Henrich und Jannik Sommer. Beiden würde der Verein im Falle eines Wechsels keine Steine in den Weg legen. Bei Henrich hat sich das jedoch wohl erstmal erledigt, er fällt wegen einer Fußverletzung voraussichtlich einige Wochen aus. Sommer, der bereits am Freitag zur Probe beim Süd-Regionalligisten FSV Frankfurt II mittrainierte, wurde von den Bornheimern dagegen erneut eingeladen.

  • Am Mittwoch (16 Uhr) testet der OFC beim Zweitligisten 1.FC Kaiserlautern.

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