Hysky: Vorbild und Vertrauensperson

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Martin Hysky.

Offenbach - (cd) Auf dem Spielfeld ist sein Platz weit hinten. Wenn die Mannschaften auflaufen, wird er aber auch künftig vorangehen: Martin Hysky, mit 33 Jahren und zehn Monaten ältester Spieler des OFC, wurde von Trainer Hans-Jürgen Boysen vor dem Auftaktspiel der neuen Saison gegen Erzgebirge Aue (Samstag, 14 Uhr) erneut zum Kapitän bestimmt.

Der Innenverteidiger geht damit in seine zweite Saison als Spielführer, sein Stellvertreter ist Steffen Haas (21). Dem Spielerrat gehören zudem Stefan Zinnow (29), Robert Wulnikowski (32) und Suat Türker (33) an.

Martin Hysky hat vergangene Saison alle Spiele mitgemacht, ist auf und neben dem Platz vorbildlich und genießt sowohl mein Vertrauen als auch das der Mannschaft“, begründet Boysen seine Entscheidung. Auf Stellvertreter Haas treffe dies trotz seines jungen Alters in ähnlicher Weise zu. Und auch Wulnikowski sei „ein heißer Kandidat“ gewesen. „Ich tendiere aber nicht dazu, einen Torwart zum Kapitän zu machen, weil da die Kommunikation nicht immer so einfach ist“, erklärt Boysen.

„Zwischen dem Trainer und mir passt alles“

Hysky musste derweil nicht lange überlegen, als Boysen ihm das Amt anbot. „Zwischen dem Trainer und mir passt alles, wir respektieren uns sehr“, betont der Tscheche, stellt aber zugleich klar: „Ich bin weiterhin der Meinung, dass es nicht das Wichtigste ist, wer die Binde trägt. Entscheidend sind die Dinge auf dem Platz. Wir haben in der Mannschaft jetzt mehr Erfahrung. Ich bin insofern nicht allein, werde mich aber auch nicht verstecken.“ Im Gegenteil. Hysky will auf dem Platz lauter werden und „Dinge sofort ansprechen“.

Der Partie gegen Aue sieht er optimistisch entgegen. „Das erste Spiel ist immer ein wichtiges Spiel“, weiß Hysky. „Wir haben eine sehr intensive und harte Vorbereitung hinter uns und sind physisch gut drauf. Durch die Neuzugänge wurde die Qualität verbessert, zudem sorgen sie für zusätzliche Konkurrenz, was sehr gut ist.“ Entscheidend sei jedoch auch, dass die Mannschaft weitestgehend zusammen geblieben sei. „Wir haben eigentlich keinen Stammspieler verloren, das ist ein wichtiges Signal.“

Boysen muss gegen Aue auf David Ulm verzichten

Boysen sieht das ähnlich: „Das Grundgerüst und die Eingespieltheit können von Vorteil sein“, sagt der Trainer, der sich gestern erst auf acht Positionen festgelegt hatte. Die Besetzung der beiden linken Stellen in der Abwehrkette war ebenso noch offen wie der Part des zweiten Sechsers neben Haas. Verzichten muss Boysen gegen Aue auf David Ulm, der am Donnerstagabend Vater wurde und daher nicht zur Verfügung steht. Weil es in der Offensive nur wenig Alternativen gibt, rückt Suat Türker trotz Trainingsrückstandes in den Kader. Marc Heitmeier wird dagegen pausieren. „Es sieht gut aus, aber die Pause wird ihm nicht schaden“, meint Boysen.

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