Irritierende Informationsübermittlung

Einspruch der Kickers wird zur Hängepartie

Einsatz mit Folgen? Weil der FSV Frankfurt in Mischa Häuser (links) beim 0:0 in Offenbach (rechts: Maik Vetter) einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt haben soll, hat der OFC Einspruch gegen die Wertung eingelegt.
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Einsatz mit Folgen? Weil der FSV Frankfurt in Mischa Häuser (links), der ab Sommer für den 1. FC Köln II stürmt, beim 0:0 in Offenbach (rechts: Maik Vetter) einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt haben soll, hat der OFC Einspruch gegen die Wertung eingelegt.

Der Einspruch der Offenbacher Kickers gegen die Wertung des Fußball-Regionalligaspiels gegen den FSV Frankfurt (0:0) wird zur Hängepartie.

Offenbach – Nachdem in erster Instanz gegen den OFC entschieden worden war und dieser Berufung gegen diese Entscheidung eingelegt hatte, lässt das nächste Urteil auf sich warten. Für die Kickers, die sich anwaltlich abermals vom Sportrechtsexperten Horst Kletke vertreten lassen, ist das ein gutes Zeichen. Zumal sich nichts an ihrer Argumentation geändert hat.

Der OFC ist der Auffassung, dass der FSV in Mischa Häuser einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte. Der 21-Jährige stand nicht auf dem Ausdruck des Online-Spielberichts, war jedoch in der Nachspielzeit eingewechselt worden. Nach Informationen unserer Zeitung ist der FSV der Auffassung, Häuser rechtzeitig nachgetragen zu haben. Allerdings ist den Regeln zufolge eine Nacherfassung bis zum Spielbeginn „nur noch zusammen mit dem Schiedsrichter und einem Verantwortlichen des Spielgegners möglich“. Beim Schiedsrichter wurde der Akteur nachgemeldet, jedoch informierte der Zeugwart des FSV darüber offenbar nur Kickers-Trainer Sreto Ristic, der gerade dabei war, sein Team auf das Spiel vorzubereiten und mitteilte, dass er der falsche Ansprechpartner sei.

Als „Verantwortlicher des Spielgegners“ ist den Kickers zufolge lediglich der Geschäftsführer (Thomas Sobotzik) oder der Teammanager (Bernd Winter) zu werten, die beide eine FSV-Vergangenheit haben und zu ihrer Zeit als Aktive zusammen mit dem Trainer sowie Sportlichen Leiter der Bornheimer, Thomas Brendel, spielten. Es ist den Kickers daher ein Rätsel, warum nicht der ohnehin naheliegende Weg zur Übermittlung der Information gewählt wurde. Das Sportgericht der Regionalliga muss nun darüber befinden, wie dieser Fall zu werten ist.

Es ist nicht das erste Mal, dass es beim FSV Frankfurt Irritationen in Sachen Spielberichtsbogen gibt. 2019 hatte der Bahlinger SC (erfolglos9 Einspruch gegen die 0:2-Niederlage gegen die Bornheimer eingelegt, weil dieser gegen Paragraf 12 a, Nummer 4.1, der Spielordnung verstoßen habe. Die Regel besagt, dass jede Mannschaft pro Begegnung vier für eine DFB-Auswahl spielberechtigte U23-Akteure auf dem Spielberichtsbogen stehen haben muss. Laut Bahlingen sei jedoch einer der vier aufgeführten U23-Akteure des FSV gar nicht vor Ort gewesen. Eine Anwesenheitspflicht wird aber nicht explizit erwähnt. (Christian Düncher)

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