Jetzt bloß keine Euphorie

Serkan Firat an vier OFC-Toren beteiligt  

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Unaufhaltsam. Die Hoffenheimer konnten Serkan Firat nicht stoppen.

Offenbach - Zwei Tore geschossen, zwei Tore vorbereitet, besser als Serkan Firat kann man kaum spielen, doch der 24-Jährige blieb nach dem 5:2 gegen Hoffenheim zurückhaltend und sehr realistisch bei der Einschätzung der Situation von Kickers Offenbach.

„Vier Spiele wurden wir ausgebuht und als Verlierer abgestempelt, jetzt brauchen wir nach einem guten Spiel nicht in Euphorie zu verfallen.“. Serkan Firat hat bei seiner Galavorstellung von Korrekturen im OFC-System profiziert. Die beiden diesmal auf fast gleicher Höhe agierenden Sechser, die etwas tiefer stehenden Außenverteidiger und die zwei Sturmspitzen haben Firat mehr Freiraum geschaffen, den der 24-Jährige auf seiner angestammten linken Außenbahn perfekt nutzte. Das zuvor mit fünf, zeitweise mit sechs Spielern extrem verdichtete Mittelfeld war aufgelockert, so dass Firat mehr Möglichkeiten erhielt, seine Stärke im eins-gegen-eins auszuspielen. Dazu gab es mit Florian Treske und Jake Hirst erstmals zwei Anspielstationen vorne, was sich schon beim 1:0 auszahlte. Firat eroberte den Ball, ein kurzer Blick. „Dann hat er mir den Ball perfekt auf den Kopf serviert“, bedankte sich Torschütze Hirst für die Vorarbeit. Das 2:0 leitete Maik Vetter durch Gegenpressing auf der rechten Seite ein, die Hereingabe drosch Firat entschlossen ins kurze Eck.

Weil der etatmäßige Elfmeterschütze Dren Hodja fehlte, übernahm Firat beim Strafstoß in der 60. Minute Verantwortung - und hatte etwas Glück, dass Hoffenheims Torwart Stefan Drljaca (dessen Vater in der Saison 1995/96 für den OFC gespielt hatte) den Ball nur leicht berührte, aber nicht abwehren konnte. Seinen vierten Scorerpunkt in diesem Spiel sicherte sich Firat mit seinem Eckball, den Kirchhoff zum 5:2 einköpfte.

OFC gegen Hoffenheim II: Bilder

Zu Recht verweist Firat darauf, dass man diese Leistung, individuell und als Mannschaft, nun auch bestätigen müsse. „In Offenbach wird man am Erfolg gemessen. Jetzt genießen wir den den Moment, aber am Samstag in Dreieich wird es nicht einfacher.“

Aber, und das schickte Firat mit neuem Selbstbewusstsein als Warnhinweis nicht nur an Dreieich hinterher: „Wenn wir unsere Leistung zu 110 Prozent auf den Platz bringen, wird es schwer, gegen uns zu gewinnen.“ Noch dazu, wenn Firat so aufdreht wie gegen Hoffenheim. (joko)

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