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Kickers Offenbach nach Sieg gegen Balingen: Jetzt ist Platz eins machbar

Wo ist der Ball nach dem Schuss von Mathias Fetsch? In den Händen von Leander Vochatzer. Klare Sache, Elfmeter? Nicht für Schiedsrichter Arianit Besiri, der in dieser Szene kein Handspiel sah. In der 52. Minute gab es dann doch noch einen Handelfmeter - und Fetsch verwandelte cool.
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Wo ist der Ball nach dem Schuss von Mathias Fetsch? In den Händen von Leander Vochatzer. Klare Sache, Elfmeter? Nicht für Schiedsrichter Arianit Besiri, der in dieser Szene kein Handspiel sah. In der 52. Minute gab es dann doch noch einen Handelfmeter - und Fetsch verwandelte cool.

Kickers Offenbach siegt weiter. Nach dem Erfolg gegen die TSG Balingen warten nun drei Spitzenspiele auf den OFC.

  • Kickers Offenbach schlägt die TSG Balingen mit 1:0.
  • Fetsch sorgte per Elfmeter für das goldene Tor.
  • Für den OFC stehen nun drei Spitzenspiele an in der Regionalliga Südwest.

Offenbach – Die Offenbacher Kickers bleiben das Team der Stunde in der Fußball-Regionalliga Südwest. Mit dem 1:0 (0:0) gegen die TSG Balingen, dem sechsten Sieg in Folge und dem zehnten Spiel ohne Niederlage in diesem Jahr, festigten die Kickers Platz zwei (50 Punkte/25 Spiele) und können nun im März in Spielen gegen die direkten Konkurrenten aus eigener Kraft die Weichen für Platz eins und in Richtung Drittliga-Aufstieg stellen.

OFC: Perfekte Englische Woche

Die Kickers, die ihre Aufgabe gegen Balingen kontrolliert und recht souverän lösten, profitierten am Ende einer perfekten Englischen Woche mit neun Zählern von den Patzern der Konkurrenz. Spitzenreiter SC Freiburg II (51/25) unterlag beim Bahlinger SC 2:3 und hat nur noch einen Zähler Vorsprung. Der FSV Frankfurt (43/22), vor seiner Corona-Zwangspause souveräner Spitzenreiter, verlor gegen den VfB Stuttgart II 0:2 und kann in den verbleibenden drei Nachholspielen auf maximal noch zwei Punkte mehr als Offenbach kommen. Der März wird somit zu einem vorentscheidenden Monat. Eine erstaunliche Entwicklung. Zur Erinnerung: Vor fünf Wochen lagen die Kickers noch sieben Punkte hinter der Tabellenspitze auf Rang sechs. Am Samstag muss der OFC nun zum punktgleichen Dritten TSV Steinbach Haiger, eine Woche danach kommt Tabellenführer Freiburg. Im Idealfall könnten die Kickers dann erstmals die Tabellenspitze übernehmen und am 31. März mit einem Sieg gegen den FSV verteidigen.

Zuzutrauen ist das der Mannschaft. Die Überzeugung, mit der die Kickers nach ihrer Siegesserie auf den Platz gehen, ist beeindruckend. Gegen bemühte, engagierte und durchaus gallige Balinger kontrollierte der OFC die Partie dank seiner gewohnt starken Defensivarbeit, die längst auch Offensivkräfte wie Florent Bojaj oder Davud Tuma verinnerlicht haben. Die Kickers suchten auf schwer bespielbarem Untergrund geduldig ihre Chance, kombinierten teilweise ansehnlich, versäumten es aber, schon in der ersten Hälfte die Weichen auf Sieg zu stellen. Mathias Fetsch (15.) scheiterte einmal am stark parierenden Julian Hauser, verpasste zwei weitere Male knapp (31., 35.). In der 42. Minute forderte der Offenbacher Torjäger vehement Strafstoß. Nach seinem Drehschuss hatte Leander Vochatzer die Kugel aus kurzer Distanz an die Hand bekommen. Der Balinger hatte mit seinem Arm die Körperfläche verbreitert - und so eine klare Torchance vereitelt. Klare Sache? Nicht für den zuweilen unsicheren und nicht immer schlüssig agierenden Schiedsrichter Arianit Besiri (Trier). „Das war ein klarer Elfmeter“, echauffierte sich Fetsch auch nach Spielende noch. Weil er das auch auf dem Spielfeld tat, sah er die vierte Gelbe Karte.

OFC: Elfmeter führte zum Erfolg

In der zweiten Hälfte zögerte Besiri beim nächsten Handspiel zunächst wieder, entschied aber nach Jonas Voglers regelwidrigem Einsatz (52.) nach Tumas Flanke doch noch auf Strafstoß. Dieses Mal protestierten die Balinger. „Der Schiedsrichter und die Linienrichterin haben gesagt, dass sie nichts gesehen hätten, trotzdem wird Elfmeter gepfiffen“, wunderte sich TSG-Coach Martin Braun. OFC-Coach Sreto Ristic hatte eine klare Meinung zur Szene: „Ich habe es ganz klar gesehen, dass es ein Handspiel war.“ Mathias Fetsch schritt erstmals seit seiner Rückkehr nach Offenbach zum Strafstoßpunkt - und verwandelte cool mit rechts in den rechten Winkel - sein zwölftes Saisontor.

„Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen Gegner, der mit seinen zwei Ketten das Spiel immer wieder eng gemacht hat“, meinte Ristic: „Trotzdem haben wir das Spiel verdient gewonnen, haben viel mehr vom Spiel gehabt und immer wieder nach spielerischen Lösungen gesucht.“ Was Ristic fehlte, war lediglich ein zweites Tor, „um das Ganze zu beruhigen“. Marcell Sobotta (80.) hatte die beste Gelegenheit dazu, seinen Schuss parierte Balingens Bester, Julian Hauser, aber mit starkem Reflex.

„Dass wir die Englische Woche mit neun Punkten beenden, ist herausragend“, betonte Ristic. Kampfansagen an die Konkurrenz kommen ihm wie auch dem gesamten Team nicht über die Lippen. „Wir tun gut daran, uns nur auf das nächste Spiel zu fokussieren“, sagte Rechtsverteidiger Marco Fritscher. Torjäger Mathias Fetsch, den Ristic nach 56 Minuten gelb-vorbelastet vom Platz nahm, dachte ähnlich: „Klar läuft es gut, aber wir sind gut beraten, nur auf uns selbst zu schauen.“ Von Jörg Moll

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