Leuchtrakete aus OFC-Fanblock

Kickers droht erneute Strafe durch den DFB

Offenbach (cd) - Die neue Saison hat gerade erst begonnen, da droht dem Drittligisten Kickers Offenbach bereits eine Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Grund: Beim Auftaktspiel in Halle war am Samstag eine Leuchtrakete aus dem OFC-Fanblock in den Sitzplatzbereich geschossen worden.

„Wir wurden vom DFB zu einer Stellungnahme aufgefordert“, sagte OFC-Sprecher Thorsten Siegmund auf Anfrage unserer Zeitung. „Nun müssen wir abwarten.“ Der neu Geschäftsführer der Kickers, Jörg Hambückers, hat sich beim Halleschen FC entschuldigt. Zudem wurde der Täter offenbar bereits ermittelt. Die Polizei hat jedenfalls noch in Halle – anscheinend auch durch Mithilfe Offenbacher Fans – einen Verdächtigen festgenommen. Dabei handelt es sich laut Hambückers um einen Mann, dessen Stadionverbot erst Ende Juni abgelaufen war. Der Hallesche FC wird nun erneut eins gegen ihn verhängen. Die Kickers haben bereits ein „Betretungsverbot“ für das Sparda-Bank-Hessen-Stadion gegen die Person ausgesprochen, so Siegmund.

Aktion in Halle sei nicht gut angekommen

Matthias Schmidt, der Fanbeauftragte der Kickers, sagte: „Diese Aktion in Halle kam vor allem bei unseren jüngeren Fans überhaupt nicht gut an und wurde von ihnen verurteilt. Für diejenigen, die sich für die Legalisierung von Pyrotechnik in Stadien einsetzen, war das ein Schlag ins Gesicht.“

Die Kickers sind Wiederholungstäter. Allein vergangene Saison musste der Verein aufgrund diverser Vorfälle insgesamt 16 800 Euro zahlen, war damit Zweiter in der Strafentabelle der 3. Liga - hinter Preußen Münster (30 000 Euro). Hambückers rechnet nach dem Vorfall in Halle mit einer Geldstrafe im vierstelligen Bereich.

Rubriklistenbild: © Roskaritz

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