Künftiger Trainer hat unterschrieben

Alles klar mit Daniel Steuernagel

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Daniel Steuernagel (vorne, als Coach des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg) wird den OFC ab kommender Saison trainieren und auf den scheidenden Oliver Reck (im Hintergrund) folgen.

Offenbach - Ein Spiel steht für Oliver Reck noch als Trainer der Offenbacher Kickers an. Wer sein Nachfolger wird, ist nach Informationen unserer Zeitung inzwischen endgültig besiegelt. Und dem neuen Coach könnte einer seiner Ex-Spieler folgen. Von Christian Düncher 

Einmal müssen die Offenbacher Kickers in der Fußball-Regionalliga Südwest diese Saison noch ran. Schluss ist zumindest für die OFC-Spieler nach der sportlich bedeutungslosen Partie bei Absteiger TSV Schott Mainz (Samstag, 14 Uhr, Bruchwegstadion) aber noch nicht. Sie dürfen erst kommenden Freitag in den Urlaub. Es steht unter anderem noch ein Laktattest an. „Und eventuell lernen die Spieler noch jemanden kennen“, sagt OFC-Geschäftsführer Christopher Fiori. Wen er damit meint, ist klar: den zukünftigen Trainer.

Die Verantwortlichen hüllen sich bei den Thema weiter in Schweigen. „Wir werden etwas vermelden, wenn es etwas zu vermelden gibt“, betont Fiori. Die Kickers halten sich also weiter an den Plan, den Namen erst nach dem letzten Spiel zu vermelden. Dabei ist längst alles in trockenen Tüchern. Nach Informationen unserer Zeitung hat Wunschkandidat Daniel Steuernagel (38, zuletzt Teutonia Watzenborn-Steinberg) bereits am Mittwoch einen Vertrag beim OFC unterzeichnet. Die Kickers wollen die Ära Oliver Reck aber offenbar mit Anstand beenden und haben sich daher auferlegt, den neuen Coach erst zu verkünden, wenn der aktuelle seine letzte Partie absolviert hat.

Als Fiori bei der Pressekonferenz vor dem Spiel in Mainz gefragt wurde, ob es Neues in der Trainerfrage gibt, antwortete er ausweichend: „Das ist hier nicht das Thema.“ Statt über den künftigen Coach zu reden, sprach er über den aktuellen und dessen Assistenten. Reck und Joti Stamatopoulus hätten in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren „eine ganz starke Duftmarke“ gesetzt, so Fiori. Vor allem deren Ruhe und Unaufgeregtheit in der schwierigen vergangenen Saison habe ihn beeindruckt. Er sprach beiden einen „großen Dank“ aus und betonte: „Wir trennen uns nicht im Groll. Beide sind immer willkommen bei Kickers Offenbach.“

Reck gab sich deutlich zugeknöpfter. Ob er vor seinem letzten Spiel als OFC-Trainer Wehmut verspüre, wurde der 53-Jährige gefragt. „Nein. Es geht nicht um mich. Es geht nur darum, sich ordentlich zu verabschieden.“ Sportlich ist die Partie ohnehin nahezu bedeutungslos. Der OFC kann nicht mehr aufsteigen, Mainz die Klasse nicht mehr halten. Es droht ein mauer Sommerkick. „Für Schott Mainz und uns geht es nicht mehr um so viel“, gab auch Reck zu. „Wir sind aber in der Pflicht. Ich erwarte ein offenes Spiel. Wir werden alles reinpacken.“

Kickers-Trainer im Überblick

Dren Hodja äußerte sich ähnlich. „Wir wollen dieses Spiel gewinnen, haben Bock und wollen unseren treuen Fans noch mal ein Geschenk geben“, sagte der mit 13 Treffern beste Torschütze der Kickers. Ähnliche Worte hatte man aber auch vor dem letzten Heimspiel gehört, doch das wurde bekanntlich gegen den VfB Stuttgart II mit 0:1 verloren. Die Köpfe seien jedoch „auf keinen Fall leer“, stellte Hodja klar. „Es gab viele Faktoren. Aber man kann nicht sagen, wir hätten nicht gewollt. Die Mannschaft hat immer Charakter gezeigt, das haben die Fans gemerkt. Wir werden auf dem Platz eine Antwort geben.“

Noch diesen Monat soll der Dauerkartenverkauf für die neue Saison beginnen – mit einem neuen Ticketdienstleister, der es auch ermöglicht, gekaufte Karten selbst auszudrucken. Trainingsauftakt ist am 17. Juni (11 Uhr) mit Vorstellung der neuen Trikots. Gut möglich, dass dann auch Julian Scheffler (1. FC Nürnberg II) dabei ist. Der OFC sucht einen Linksverteidiger. Der 21-Jährige spielte unter Steuernagel bei Watzenborn-Steinberg auf dieser Position und wird vom einstigen OFC-Spieler Steffen Menze sowie von Stefan Neumann beraten. Menze war zuletzt mehrfach im Sparda-Bank-Hessen-Stadion zu Gast (auch auf der Geschäftsstelle) und Neumann arbeitete einst unter Steuernagel als Co-Trainer beim SSV Lindheim.

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