Angreifer nach Sportgerichtsurteil „unendlich glücklich“

Cappek bedankt sich bei Fischer für Einsatz

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Das OFC-Sturmduo Markus Müller (links) und Christian Cappek mit dem Pokal für den Titelgewinn in der Regionalliga Südwest. Beide haben mit zusammen 28 Treffern großen Anteil am Erfolg. In der Relegation können sie wieder gemeinsam stürmen.

Offenbach - Die Steine, die Christian Cappek vom Herzen fielen, waren richtig groß. „Ich bin unendlich glücklich“, sagte der beste Torschütze (15 Treffer), nachdem das Sportgericht der Regionalliga gestern seine Rote Karte beim 1:0 gegen Trier nur mit zwei Spielen Sperre geahndet hatte.

Cappek fehlt also in den sportlich bedeutungslosen Partien gegen 1899 Hoffenheim II an diesem Samstag sowie eine Woche später im Hessenderby beim KSV Hessen Kassel. Viel wichtiger ist: In den Relegationsspielen (27. und 31. Mai) gegen den Meister der Regionalliga Nordost - 1. FC Magdeburg oder FSV Zwickau - kann er mitwirken. „Wir freuen uns über das Urteil“, meinte OFC-Geschäftsführer David Fischer: „Jetzt kann sich Christian voll auf die Relegation konzentrieren. Er ist ein wichtiger Baustein unserer Mannschaft.“ Das Sportgericht der Regionalliga unter Vorsitz von Dr. Andreas Pitz, Richter am Mannheimer Sozialgericht, hatte gestern Cappeks Kurzschlussreaktion in der dritten Minute der Nachspielzeit gegen Trier als „Tätlichkeit nach vorheriger Provokation“ bewertet.

Positiv ausgewirkt haben dürften sich auch Cappeks Entschuldigungen unmittelbar nach dem Abpfiff bei Schiedsrichter Patrick Alt (Hausweiler) und Till Hermandung. Dem Trierer Spieler war der OFC-Angreifer nach einem rüden Foul wutentbrannt an die Gurgel gegangen. „Es war eine dumme Aktion von mir, ich bin aber unendlich glücklich, dass diese keine Folgen für mich und das Team in den Aufstiegsspielen haben wird“, meinte Cappek, der sich via Facebook-Nachricht auch bei Geschäftsführer Fischer bedankte, „dass er sich so sehr für mich eingesetzt hat“.

Das OFC-Zeugnis gegen Trier

Fischer schloss eine vereinsinterne Strafe für Cappek nicht aus. „Wenn, dann bleibt das aber intern“, betonte er. Letztlich aber ist der „Fall Cappek“ für den OFC damit abgehakt. Fischer hat ja auch genug Arbeit dieser Tage. Zum einen wollen die Aufstiegsspiele koordiniert werden - seit gestern sind 3500 Tickets für das Rückspiel am 31. Mai verkauft. Zum anderen gibt es weitere Gespräche mit Spielern. Die Tendenz ist klar. Entscheidungen fallen erst nach dem 31. Mai.

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