ARD zeigt Achtelfinale gegen Gladbach

Livespiel, aber nicht mehr Geld für Kickers

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Der entscheidende Moment gegen Karlsruhe. Benjamin Pintol trifft.

Offenbach - David Fischer, den Geschäftsführer der Offenbacher Kickers, erreichte die Nachricht per E-Mail, die Spieler im Bus auf dem Rückweg aus dem Kurztrainingslager in Finsterbergen (Thüringen).

Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, ist die Partie zwischen dem OFC und Borussia Mönchengladbach eins von zwei Achtelfinals des DFB-Pokals, die live im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt werden. Die Begegnung findet am Mittwoch, 4. März, um 20. 30 Uhr statt und wird ebenso von der ARD übertragen wie das am Tag zuvor anstehende Duell zwischen Dynamo Dresden und Borussia Dortmund.

„Durch die Übertragung in der ARD sind wir in Deutschland und über die Grenzen hinaus wunderbar präsent. Das bringt den OFC in aller Munde und freut uns“, sagte Fischer. Mehr Geld kassieren die Kickers nun aber nicht, denn die Einnahmen durch die Liveübertragung im Free-TV werden diese Saison erstmals gleichmäßig unter den Teilnehmern der jeweiligen Runde verteilt. Grund: Alle Klubs sollen im gleichen Umfang partizipieren.

Als Achtelfinalist erhalten die Kickers 530.000 Euro vom DFB. Durch die Liveübertragung im TV entstehen allerdings zusätzliche Kosten, wie Fischer erklärt. So muss jeder Verein, dessen Heimspiel live im Free TV gezeigt wird, zum Beispiel alleine DFB-Vermarkter Infront 120 VIP-Karten für diese Partie überlassen. Beim OFC entspricht das einem Wert von rund 20.000 Euro. Für die Neutralisierung im Stadion, also das Überdecken der eigenen Werbeflächen, sind die Klubs in diesem Fall ebenfalls verantwortlich. Sie bekommen zwar eine Aufwandsentschädigung, in der Regel lassen sich die Kosten damit aber nur teilweise decken. Fischer will aber nicht klagen: „Wir freuen uns sehr über die 530.000 Euro und natürlich auch darüber, dass wir überhaupt so weit im Pokal gekommen sind. Unser Fokus liegt aber auf dem ersten Ligaspiel nach der Winterpause beim FC Homburg.“

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Freuen dürfen sich neben den Kickers auch die Gläubiger der Profi GmbH des OFC, denn diese erhalten vom Gewinn, der im Achtelfinale gegen Mönchengladbach erzielt wird, 25 Prozent. Wie viel das sein wird, lässt sich derzeit nicht sagen. Die Kickers rechnen jedenfalls mit einem ausverkauften Stadion. Bis gestern waren rund 9 000 Tickets abgesetzt worden. Mitglieder und Inhaber von Dauerkarten genießen noch bis Ende Januar ein Vorkaufsrecht. Circa 75 Prozent haben davon bisher Gebrauch gemacht. An die Gäste gehen 2 700 der insgesamt 20 500 Karten.

cd

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