Reck: „Müssen Flut an Gegentoren eindämmen“

OFC will 0:6-Pleite wieder gutmachen

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Will gegen Trier unbedingt dabei sein: Maik Vetter.

Offenbach - Offenbach gegen Trier - das war in der Hinrunde ein Topspiel. Mit einem klaren Ergebnis. Vor dem Rückspiel hat nur noch die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz die realistische Chance auf den Aufstieg. Von Christian Düncher

Der OFC hat aber auch noch ein Ziel: Wiedergutmachung – für das 0:6 in Trier und die jüngsten beiden Pleiten mit insgesamt 1:9 Toren. Die Wortwahl zeigt, wie tief der Schmerz auch ein halbes Jahr danach noch sitzt: „Wir haben damals vor laufender Kamera auf die Fresse bekommen“, sagte OFC-Spieler Maik Vetter vor dem Heimspiel in der Regionalliga Südwest gegen Eintracht Trier (Samstag, 14 Uhr) mit Blick auf die Hinrunden-Partie. Mit 0:6 hatten die Kickers damals eine ihrer deutlichsten Pleiten seit langer Zeit kassiert und die große Chance verpasst, vorne mitzumischen. Vetter saß seinerzeit nur auf der Bank, ist jedoch genauso heiß auf die Revanche wie die Spieler, die damals auf dem Feld gestanden hatten. „Ich will unbedingt dabei sein“, sagte der Blondschopf. Es geht schließlich nicht nur um Wiedergutmachung für das Debakel aus dem Hinspiel, sondern auch für die jüngsten beiden klaren Niederlagen gegen Mannheim (0:4) und bei 1899 Hoffenheim II (1:5).

„Die vergangenen zwei Partien haben uns wehgetan, da haben wir richtig eine mitgekriegt“, wählte auch Trainer Oliver Reck deutliche Worte. Zugleich forderte er eine Reaktion: „Mund abputzen und weitermachen. Das wird aber nicht einfach. Trier ist robust, da müssen wir ab der ersten Minute dagegenhalten.“ Mit dem Einsatz war Reck zuletzt aber ohnehin zufrieden. „Ich muss die Jungs nicht bremsen. Der Wille war vorhanden. Wir haben aber in den vergangenen beiden Spielen oft die falschen Lösungen gewählt.“ Gegen Mannheim sei die Fehlpassquote zu hoch gewesen, in Hoffenheim habe man sich nach dem 0:1 zu weit zurückgezogen und zudem die falsche Körpersprache gezeigt. „Aber man lernt ja aus jedem Spiel“, betonte der Trainer.

Bilder: Kickers mit deutlicher Niederlage in Trier

Gegen Trier gelte es nun, die richtige Mischung zwischen Defensive und Offensive zu finden. „Wir müssen die Flut an Gegentoren eindämmen, ohne unser Spiel nach vorne zu vernachlässigen. Wir spielen zu Hause. Da braucht man auch Spieler, die nach vorne drängen. Spieler wie Maik Vetter.“ Der defensive Mittelfeldmann hatte zwischendurch mit guten Leistungen und zwei Toren überzeugt, war gegen Mannheim aber mit untergegangen und hatte in Hoffenheim gesperrt gefehlt. Nun will er seinen Teil zur Wiedergutmachung beitragen. „Es geht in erster Linie darum, die Zuschauer zu versöhnen. Da reicht es schon, wenn wir uns voll ins Spiel reinwerfen.“

Karten fürs Hessenpokalfinale sind ab heute (11 Uhr) im Fanshop des OFC erhältlich. Sitzplätze kosten 15, Stehplätze neun Euro. Dazu kommt jeweils ein Euro Vorverkaufsgebühr.

Nachdem Reck das Experiment mit der Dreierkette in Hoffenheim bereits zur Pause beendet hatte, wird der OFC hinten wohl wieder mit vier Spielern auf einer Linie agieren. „Fußball hat aber nicht immer etwas mit Taktik zu tun“, betonte der Trainer. „Es geht darum, dass wir insgesamt kompakter stehen müssen und den Gegner in ein Spinnennetz treiben wollen.“

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