Ferukoski, Gohlke, Wolf und Garic

Die Kistenträger der Kickers

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Die Jüngsten tragen das Material: Gerrit Gohlke, Luka Garic (hinten von links), Marco Ferukoski, Max Wolf (vorne von links), begleitet von OFC-Betreuer Kristian Maslanka. J

Chiclana - Im Fußball ist es ein ungeschriebenes Gesetz: Die Jüngsten im Team tragen das Wasser und die Materialkisten. Im Trainingslager des Regionalligisten Kickers Offenbach ist das nicht anders. Von Jörg Moll

Da kommt Marco Ferukoski, Gerrit Gohlke, Max Wolf und Luka Garic diese Rolle zu. Ein Kurzporträt der vier Offenbacher Nachwuchsspieler, von denen Wolf und Garic in Chiclana erstmals mit den Profis trainieren. „Eine große Umstellung, aber es macht Spaß“, wie Linksverteidiger Max Wolf einräumt. Gohlke stieg 2016 mit der B-Jugend in die Bundesliga auf, wechselte dann aber aus Altersgründen in die U19. Ferukoski, Wolf und Garic spielten ein Jahr Bundesliga in der U17.

Marco Ferukoski: Der „Erfahrenste“ des Quartetts. Der 18-Jährige, der 2015 vom FSV Frankfurt zur U17 des OFC wechselte, kam bereits einmal, beim 0:2 bei Waldhof Mannheim, in der Regionalliga zum Einsatz. Der offensive Mittelfeldspieler ist Dauergast bei der mazedonischen U19-Nationalmannschaft, absolvierte für sein Heimatland sieben Länderspiele. Im Februar steht der nächste Lehrgang an. „Das ist gut für ihn und für seine Entwicklung“, sagt OFC-Sportdirektor Sead Mehic: „Marco sammelt so Spielpraxis und Erfahrungen auf gutem Niveau.“

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Gerrit Gohlke: Der 18-jährige Innenverteidiger trainiert seit Anfang Oktober regelmäßig mit den Profis. Beim 1:0-Sieg bei TuS Koblenz stand er ebenso im Kader wie beim 1:2 im Hessenpokal in Steinbach. Seit seinem Fachabitur arbeitet der gebürtige Darmstädter in einem Offenbacher Ingenieurbüro. Sein Eindruck vom Trainingslager: „Alles super, man rückt enger mit der Mannschaft zusammen.“

Max Wolf: Der 18-Jährige reiste nach der Verletzung von Alexandros Theodosiadis kurzfristig mit ins Trainingslager. „Die Intensität im Training ist deutlich höher“, räumt der Linksverteidiger, der in der Hessenliga-U19 meist in der Abwehrmitte zum Einsatz kommt, ein. Nach seinem Abitur entschied er sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Behindertenwerk des Main-Kinzig-Kreises. Er spielt seit der U13 für die Kickers und nimmt seither rund 70 Kilometer einfache Fahrt zum Training auf sich. Wolf wohnt im unterfränkischen Aura im Sinngrund. Er beeindruckte jüngst als Kapitän der U19 bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft – auf dem Feld, aber auch danach, als er sich in der Bürgeler Sportfabrik am Mikro für die Unterstützung der Zuschauer bedankte.

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Luka Garic: Das Nesthäkchen des OFC in Chiclana und das einzige „Millennium-Kid“ aus dem Jahrgang 2000. Mit 17 Jahren somit der jüngste der Jungspunde, legte der defensive Mittelfeldspieler im Trainingslager nach und nach den Respekt ab. „Aber es ist schon eine krasse Umgewöhnung“, räumt er ein: „Normal haben wir viermal die Woche Training in der U19, jetzt trainieren wir zweimal am Tag.“ Der Deutsch-Kroate wohnt in Dietesheim, geht in die zwölfte Klasse des Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Mühlheim. Er reiste ebenfalls kurzfristig mit, nahm den Platz von Varol Akgöz (Achillessehnenprobleme) ein.

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