„Wichtige Reaktion“

Endres hält und Hodja trifft beim 1:0-Sieg

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Dren Hodja (rechts) dreht nach seinem Kopfballtor in der 90. Minute jubelnd ab. Maik Vetter (Zweiter von rechts) versucht ihn einzufangen. Hodja, der erst in der 84. Minute eingewechselt worden war, erzielte im neunten Spiel für den OFC sein drittes Tor.

Offenbach - Die Wiedergutmachung nach zwei herben Schlappen mit 1:9 Gegentoren ist gelungen. Beim 1:0-Sieg der Offenbacher Kickers in der Fußball-Regionalliga Südwest gegen Eintracht Trier waren Torwart Daniel Endres und der eingewechselte Dren Hodja die gefeierten Akteure. Von Jörg Moll 

Wie sehr die Pleiten gegen Mannheim (0:4) und Hoffenheim II (1:5) am Selbstvertrauen genagt hatten, war nach dem hart erkämpften, aber nicht unverdienten 1:0 gegen Eintracht Trier allen Spielern im Gesicht abzulesen. Auch Kapitän Daniel Endres atmete tief durch - dann kehrte das Lächeln zurück. „Das war eine wichtige Reaktion von uns“, meinte der Torwart: „Wir haben kompakt verteidigt und jeder hat für den anderen gekämpft.“

Endres selbst ging mit starken Paraden voran - Höhepunkt war sein gehaltener Strafstoß in der 76. Minute gegen Mario Müller. Nach Stefano Maiers Kopfballduell gegen Patrick Lienhard hatte Schiedsrichter Marcel Schütz überraschend auf Strafstoß entschieden. Doch Endres behielt die Ruhe - und ballte nach seiner Glanztat knieend die Fäuste. Auch Trainer Oliver Reck wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: „Daniel war wieder für die Mannschaft da, er ist ein wichtiger Faustpfand.“ Doch auch die Überzahl nach der Gelb-Roten Karte für Florian Riedel (70.) ließ das Pendel zu Gunsten der Kickers ausschlagen.

Bilder zum Spiel OFC gegen Eintracht Trier

Der OFC-Coach hatte seine Startelf gegenüber dem 1:5 in Hoffenheim auf fünf Positionen verändert. Für Dennis Schulte (Muskelprobleme), Thomas Franke, Matthias Schwarz, Dren Hodja und Robin Scheu spielten Marcel Gebers, Maik Vetter, Kristian Maslanka, Benjamin Pintol und Niko Dobros. „Die Veränderungen haben gut getan“, registrierte Reck: „Wir haben 90 Minuten Paroli geboten und sehr stabil gewirkt.“ Eine Viererkette und zwei defensiv denkende Sechser im Mittelfeld (Rapp und Maslanka) sollten die Gegentorflut der letzten beiden Partien eindämmen.

OFC-Zeugnis gegen Eintracht Trier

„Wir haben 20 Minuten gebraucht, bis wir die Niederlagen verkraftet hatten, danach wurden wir mutiger“, konstatierte Reck. Von einer Wiedergutmachung wollte er nicht sprechen. „Wir können nichts wieder gutmachen, wir können nur in den letzten Spielen auf uns aufmerksam machen.“ Das gelang schon gegen Trier. „Die Mannschaft ist intakt“, lobte er: „Das macht Mut.“ Auch lange außen vor gebliebene Spieler wie Marcel Gebers warfen alles in die Waagschale. „Er hat sehr oft die richtigen Entscheidungen getroffen“, lobte Reck den Innenverteidiger. Das gelang auch dem OFC-Coach mit der Einwechslung von Dren Hodja (84.). Der Joker stand in der 90. Minute nach Martin Rösers Freistoß frei und köpfte zum 1:0 ein. „Tore schießen ist immer schön“, meinte der 22-Jährige: „Aber dieses Mal war es besonders wichtig, weil wir damit den Rucksack der letzten beiden Niederlagen abgelegt haben.“

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