Spahn kündigt „intensive Analyse“ an

Gespräch mit Reck nach Saisonende

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Trainer Oliver Reck (rechts) geht nach dem 0:1 enttäuscht an Geschäftsführer Christopher Fiori, Sportdirektor Sead Mehic und Präsident Helmut Spahn (von links) vorbei vom Platz.

Offenbach - Helmut Spahn wirkte in bitterer Stunde gefasst. „Man muss auch die Größe haben, mit einer Niederlage zu leben und dem Gegner zu gratulieren“, sagte der Präsident der Offenbacher Kickers nach dem 0:1 gegen Waldhof Mannheim. Von Jörg Moll 

Auch wenn der 57-Jährige die Saison noch nicht abhakt, weiß er, was die Niederlage im Showdown zwischen dem seitherigen Tabellenzweiten und dem nunmehr vorbeigezogenen Verfolger bedeutet: „Im Fußball hat man zwar schon die berühmten Pferde kotzen sehen, aber realistisch betrachtet hat Mannheim die besseren Karten. “.

Der Kickers-Präsident blickte etwas wehmütig auf eine Saison, in der so viel mehr möglich schien. „Wir waren fast durchweg auf einem Relegationsplatz, da ist es umso bitterer, wenn du jetzt Dritter bist.“ Doch der Sicherheitschef des Weltfußballverbandes FIFA richtete schnell den Blick nach vorne und kündigte eine „intensive Analyse an“. Dabei wird der Trainer eine große Rolle spielen. Oliver Recks Vertrag endet am 30. Juni 2018. „Wir werden uns nach Saisonende in Ruhe zusammensetzen“, kündigte Spahn an. Die Rahmenbedingungen seien abgesteckt, betonte OFC-Geschäftsführer Christopher Fiori: „Für beide Ligen.“

Das OFC-Zeugnis gegen Waldhof Mannheim

Spahn selbst hatte jüngst als Kriterium für Recks Weiterbeschäftigung „Erfolg als beste Bewerbung“ bezeichnet. Das Ergebnis gegen Mannheim, die Entwicklung der zweiten Saisonhälfte (durchschnittlich 2,1 Punkten in der Hinrunde stehen 1,6 in der Rückrunde entgegen) sowie die Bilanz gegen die Top acht der Liga (3 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen) lassen die Kickers-Verantwortlichen ins Grübeln geraten. „Wir müssen analysieren, warum wir gegen diese Mannschaften so eine schlechte Quote haben“, betonte er. Sportdirektor Sead Mehic missfällt auch die Entwicklung bei Heimspielen. „Wir haben aus den letzten drei Heimspielen einen Punkt geholt, das ist dann letztlich zu wenig.“ 2018 gab es in sechs Spielen am Bieberer Berg nur zwei Siege.

Auch wenn sich niemand öffentlich positioniert, steht die Frage im Raum: Ist Reck der Richtige für einen neuen Anlauf Richtung 3. Liga? Kann er eine Mannschaft, die in ihr sechstes Jahr in der Viertklassigkeit geht, neu motivieren? Oder ist ein neuer Impuls nötig? Fragen, die Spahn, Mehic und Fiori bald beantworten sollten.

Bilder: OFC empfängt Mannheim zum Spitzenspiel

Die Kaderplanung ist weit gediehen. 15 Spieler stehen unter Vertrag, darunter Stammkräfte wie Daniel Endres, Serkan Göcer, Marco Rapp, Dren Hodja, Ihab Darwiche, Maik Vetter, Florian Treske und Varol Akgöz. „Wir haben bis auf Serkan Firat, Ko Sawada und die Abwehr unsere Leistungsträger gehalten“, meinte Geschäftsführer Fiori. Die größte Baustelle ist die Abwehr. Die Verträge von Stefano Maier, Benjamin Kirchhoff, Dennis Schulte, Luca Dähn und Alexandros Theodosiadis laufen aus. Rechtsverteidiger Jan Hendrik Marx hat einen Vertrag bis 2019, weckt aber mit guten Leistungen Begehrlichkeiten.

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Wer war bester OFC-Spieler gegen Mannheim?
Ko Sawada
41.31%
Jan Hendrik Marx
17.81%
Stefano Maier
9.92%
Marco Rapp
8.22%
Daniel Endres
3.87%
Dennis Schulte
3.67%
Maik Vetter
4.28%
Benjamin Kirchhoff
1.08%
Serkan Firat
1.9%
Varol Akgöz
2.48%
Alex Theodosiadis
2.58%
Dren Hodja
1.15%
Ihab Darwiche
0.91%
Florian Treske
0.74%

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