Kickers Offenbach 

Innenverteidiger dringend gesucht: Kommt ein alter Bekannter zurück zum OFC?

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Kevin Pezzoni (rechts, gegen Lukas Wilton vom FSV Frankfurt) wurde beim OFC aussortiert. Sollte auch Gerrit Gohlke vorzeitig gehen, wäre Francesco Lovric (hinten) einer von nur zwei etatmäßigen Innenverteidigern.

Die Kickers Offenbach sind auf der Suche nach einem Innenverteidiger. Kehrt Ex-OFC-Jugendspieler Alieu Sawaneh zurück zum Verein?

Offenbach - Skifahren in Kitzbühel, Entspannung auf Bali oder Sightseeing in Abu Dhabi und London - die Regional-Fußballer von Kickers Offenbach waren während der Winterpause in nahezu alle Himmelsrichtungen verteilt. Am Samstag (10 Uhr) treffen sie im Sportzentrum am Wiener Ring aufeinander, um in die Vorbereitung auf die Restsaison zu starten. Der nie eingesetzte Torhüter Luka Losic (wechselte nach Österreich zu Drittligist FC Kitzbühel) sowie die aussortierten Kevin Pezzoni, Andis Shala, Kevin Ipkide, Julian Scheffler, Bastian Kurz und Matias Pyysalo werden dann nicht mehr dabei sein. Ob Luigi Campagna mittrainieren wird, ist offen.

In Rückkehrer Serkan Firat (FC Bayern Alzenau) und Tim Dierßen (vereinslos, zuletzt Hannover 96 II) darf Trainer Angelo Barletta zwei Mittelfeldspieler als Zugänge begrüßen. Es sollen nicht die einzigen Neuen bleiben. Als Ersatz für den glücklosen Mittelstürmer Shala soll ein „anderer Stürmertyp“ (Barletta) kommen. Zudem sieht der Coach den Kader auf den Außenbahnen „sehr dünn besetzt“, wie er betont. „Finden wir keinen, der perfekt passt, gehen wir auf der Position ohne Neue in die Restsaison. Dann müssen wir taktieren.“

Kickers Offenbach: Priorität für den OFC hat das Abwehrzentrum

Priorität hat ohnehin das Abwehrzentrum. „Wir brauchen auf jeden Fall einen Innenverteidiger, vielleicht sogar zwei“, sagt Barletta. Ein vorzeitiger Abgang von Gerrit Gohlke ist nämlich weiterhin ein Thema. Das Eigengewächs hat zwar erst ab kommender Saison bei Drittligist SV Waldhof Mannheim unterschrieben. Weil er sich jedoch bereits mit dem Trikot des Erzrivalen ablichten ließ, haben die Verantwortlichen des OFC Zweifel, ob es überhaupt noch Sinn macht, den 20-Jährigen einzusetzen. Jan Hendrik Marx, der vor der Saison den gleichen Weg gegangen war, hatte sich im ersten Spiel nach Bekanntgabe des Wechsels Schmährufe sowie Pfiffe der Fans anhören müssen. Danach standen nur noch zwei Partien an, in denen er verletzt fehlte. Auf Gohlke warten noch 15 Begegnungen und eventuell ein Spießrutenlauf.

Kickers Offenbach: Abgang von Gohlke droht

Bei den Kickers kann man die Entscheidung des Verteidigers nicht nachvollziehen und ist der Meinung, dass der Wechsel für ihn – im Gegensatz zum vier Jahre älteren Marx – zu früh kommt. Das alles bringt den OFC zudem in die Bredouille. Pezzoni hatte man auch deshalb im Dezember mitgeteilt, dass er gehen kann, weil Gohlke weiter aufgebaut werden sollte. An Neujahr teilte er dann überraschend den Entschluss mit, das Angebot zur Vertragsverlängerung abzulehnen.

Sollte Gohlke vorzeitig gehen, stünden in Francesco Lovric und dem verletzungsanfälligen Lucas Albrecht nur noch zwei etatmäßige Innenverteidiger im Kader. Richard Weil kann zwar auch auf dieser Position spielen, Barletta sieht ihn aber eher im Mittelfeld als Sechser oder Achter, „weil er ein sehr laufstarker, cleverer Spieler ist und auch mannschaftsdienlich“.

Marco Boras momentan kein Thema für die Kickers

Kein Thema ist derzeit Marco Boras aus der U19, zumal sich Barletta vom deutsch-kroatischen Abwehr-Hünen (1,98 Meter), der einen Anschlussvertrag für die Profis hat, noch kein richtiges Bild machen konnte. „Beim Aufstiegsspiel der U19 gegen Elversberg wurde ich ziemlich belagert und habe von der Partie fast nichts mitbekommen. Ich habe nur gesehen, dass er sehr groß ist, muss mir aber eine richtige Einschätzung einholen“, sagt der OFC-Trainer und betont, dass er den gesamten U19-Kader begutachten werde, um zu sehen, wer für die Profis in Frage kommt. Bei einem Akteur wie Boras, „der so viele Anfragen hat, lohnt sich das besonders“. Zuletzt hatte der 18-Jährige ein Probetraining beim englischen Viertligisten Bradford City absolviert und das Interesse des Erstligisten FC Turin geweckt.

OFC: Ist Alieu Sawaneh eine Alternative?

Vielleicht füllt ja in Alieu Sawaneh (FC Bayern Alzenau) ein einstiger OFC-Jugendspieler die Lücke. Barletta wollte den Namen zwar nicht kommentieren, gerät aber geradezu ins Schwärmen, wenn er über seinen Ex-Schützling redet. „Wenn man weit vorne steht, holt der dir auch mal einen ein. Er ist top. Wahnsinn. Gefühlt drei Meter groß und räumt alles ab.“ Nach der U19 hatte Sawaneh die Saisonvorbereitung mit den Profis des OFC absolviert, war jedoch dann nach Alzenau gewechselt. Nach einem Intermezzo bei Eintracht Stadtallendorf, wo er nicht zurecht kam (zwölf Regionalliga-Einsätze), kehrte er vor der Saison zu den Bayern zurück.

Von Christian Düncher


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