Wittke und Menz erhalten keinen Vertrag 

Auch Gallus, Biggel und Kara gehen

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Gabriel Gallus im Einsatz gegen Hoffenheim II.

Offenbach - Beim Bestreben, trotz des verpassten Aufstiegs in die 3. Liga so viele Leistungsträger wie möglich zu halten, mussten die Verantwortlichen der Offenbacher Kickers einen ersten Rückschlag hinnehmen.

Christian Cappek, mit Markus Müller (beide 15 Treffer) bester OFC-Torschütze der vergangenen Saison, wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der 24-Jährige wechselt stattdessen bis 2017 zu Drittligist Chemnitzer FC. „Christian war bei uns eines der Gesichter der vergangenen zwei Jahre und ist hier auch menschlich gereift“, betonte Trainer Rico Schmitt. „Dass er uns nun verlässt, tut weh, kommt aber nicht überraschend. Mit einem Drittligisten können wir mit unserem bescheidenen Rahmen nicht mithalten. Wir müssen nun versuchen, die Lücke anders zu schließen.“

Das waren die schönsten OFC-Momente von Christian Cappek

In Cappek verlieren die Kickers nicht nur einen guten Stürmer, sondern auch einen Antreiber und Sympathieträger. Nachdem er sich beim Zweitligisten Erzgebirge Aue (2010 bis 2012) nicht durchsetzen konnte, war er über den FC Augsburg II 2013 zum OFC gekommen. Einer mäßigen ersten Saison (27 Spiele, sechs Tore) ließ er eine starke zweite folgen und weckte so das Interesse mehrerer Drittligisten. Ihm falle der Abschied aus Offenbach sehr schwer, teilte Cappek auf seiner Facebook-Seite mit. Ohne die Unterstützung der OFC-Fans, die auch in schwierigen Zeiten zu ihm standen, hätte er „es wahrscheinlich nicht geschafft, in den Profifußball zurückzukehren“, schrieb er. Als Vereinsmitglied bleibe er der „Kickers-Familie“ aber erhalten. Den OFC verlassen werden auch Gabriel Gallus, Jan Biggel und Cem Kara, die ebenso wie Kevin Wittke und Lukas Menz keinen neuen Vertrag erhalten. Mohammed Tahiri und Baris Yakus sind zwar noch bis 2016 gebunden, dürfen aber gehen.

OFC siegt, Cappek fliegt: Bilder

Gestern hat der Dauerkartenverkauf für die Spielzeit 2015/16 begonnen. Wer bereits vergangene Saison eine hatte, dessen Sitzplatz ist bis 8. Juli reserviert. „Wir wollen zusammen zeigen, dass mit dem OFC immer zu rechnen ist“, so Geschäftsführer David Fischer. 2014/15 wurden 4200 Dauerkarten verkauft.

(cd)

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