Auch Schulte und Sawada Gewinner der Vorbereitung

Lovric auf dem Weg in die Startelf

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Mittelfeldakteur Francesco Lovric (links, hier im Duell mit Testspieler Maik Baumgarten) kam vom österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau und hat gute Chancen auf einen Platz in der Startformation.

Offenbach - Die Rückrundenfortsetzung rückt näher. Auch wenn die Austragung des Nachholspiels beim KSV Hessen Kassel am Montag, 5. Februar (20.15 Uhr/Sport1) nach Informationen unserer Zeitung wegen schlechter Platzverhältnisse gefährdet ist. Von Jörg Moll 

Wer hat seine Stammplatzambitionen untermauert? Wer muss kämpfen? Und wer sind die Gewinner der Vorbereitung? Ein Überblick.

TOR

Auch wenn Kapitän Daniel Endres (32) in nur zwei von vier Testspielen mitwirkte und beim 1:4 gegen 1899 Hoffenheim II einmal nicht gut aussah, dürfte er gesetzt sein. Sebastian Brune (23) ist ein hochgeschätzter Vertreter, Bilal Jomaa Zabadne (19) eine aufstrebende Nummer drei.

ABWEHR

Stefano Maier (25) knüpfte mit konstanten Trainingsleistungen an seine starke Form der Hinrunde an. Sein Aussetzer gegen Hoffenheim ändert nicht daran: Der 25-Jährige ist unumstrittener Abwehrchef. Ebenfalls ein Muster an Konstanz in Training und Testspielen: Jan-Hendrik Marx, der seinen Platz hinten rechts sicher haben sollte. Als Ersatz bietet sich der gelernte Mittelfeldspieler Semih Sentürk an. der in den Vorbereitungsspielen häufig auf der Außenbahn agierte.

Links hinten ist Dennis Schulte ein Gewinner der Vorbereitung, zumal Alexandros Theodosiadis nach seinem Muskelfaserriss in der Wade noch mindestens drei Wochen fehlt. Schulte gefiel im Testspiel gegen Tianjin Teda auch als zweikampfstarker Innenverteidiger. Diesen Posten dürfte aber trotzdem Benjamin Kirchhoff (23) einnehmen. Die Zahl seiner Fehler mit unmittelbarer Torfolge, wie etwa vor dem 1:2 gegen Tianjin, sollte er möglichst schnell reduzieren. Aufgrund seiner Oberschenkelverletzung muss sich Luca Dähn weiter hinten anstellen. Christos Stoilas bleibt ein solider Ersatz hinten links.

MITTELFELD

Dren Hodja ist als einer der komplettesten Spieler gesetzt: Der 23-Jährige, in der Hinrunde auch im zentralen defensiven Mittelfeld aufgeboten, dürfte künftig wieder etwas offensiver agieren. Was trotz des Ausfalls von Serkan Göcer (Schulter-Operation) auch an der größeren Auswahl an Spielern in diesem so wichtigen Mannschaftsteil liegt. Marco Rapp, bis zu seiner Verletzung März 2017 der unumstrittene Chefstratege, spürt die neue Konkurrenz durch Grgo Zivkovic (vom kroatischen Zweitligisten FK Novigrad gekommen) und Francesco Lovric (Austria Lustenau), der wohl die besten Karten hat. Auf den offensiven Außenbahnen bleiben Serkan Firat und Ihab Darwiche erste Wahl. Firat glänzte beim 3:0 gegen Erndtebrück als zweifacher Vorlagengeber und traf per Freistoß gegen Hoffenheim II. Darwiche, mit drei Toren und elf Vorlagen bester Scorer des OFC, sucht nach der außergewöhnlichen Form der ersten zwölf Spiele.

Schwächeln die Außen, ist Niklas Hecht-Zirpel, der auf allen offensiven Positionen agieren kann, ein mehr als adäquater Ersatz. Eine weitere positive Erscheinung der Wintervorbereitung war Ko Sawada. Der Japaner blieb verletzungsfrei und demonstrierte seine Qualitäten im Tempodribbling. Sein Manko ist der konsequente Torabschluss. Auch Marco Ferukoski machte im Trainingslager nachhaltig auf sich aufmerksam. Weil er aber im Februar unter anderem auf einem Lehrgang der mazedonischen U19-Nationalmannschaft weilt, dürfte es bei der bisherigen Herangehensweise bleiben: Das Talent, das seit dieser Saison mit den Profis trainiert, soll weiter behutsam aufgebaut werden. Von Vereinsseite gab es schon klare Signale, den Linksaußen der Hessenliga-U19, dessen Vertrag ausläuft, für die Zukunft an sich binden zu wollen.

Bilder: Hessenderby auf dem Bieberer Berg

ANGRIFF

Florian Treske (acht Saisontore/vier Vorlagen) ist und bleibt gesetzt. Der 30-Jährige, den immer wieder Achillessehnenprobleme plagen und der deshalb gegen Tianjin pausierte, ist ein verlässlicher Anspielpartner in der Angriffsmitte und hat Vollstreckerqualitäten. Neben ihm agierte wie schon in der Hinrunde häufig Maik Vetter. Offenbachs „Mentalitätsmonster“ mit Pferdelunge schafft dank seiner Dynamik viele Räume, könnte aber auch rechts außen für Darwiche spielen. Pechvogel des OFC in der Wintervorbereitung war Varol Akgöz. Der Topjoker des OFC (4 Tore nach Einwechslungen) verpasste wegen einer Achillessehnenverletzung das Trainingslager. Bemüht, aber zuweilen noch etwas ungestüm wirkt Nicola Jürgens. Der 19-Jährige machte aber im Test gegen Erndtebrück ein schönes Tor und gegen die Chinesen aus Tianjin viel Betrieb.

Die Aufstellung für die erste Partie bei Hessen Kassel könnte also so aussehen: Endres - Marx, Maier, Kirchhoff, Schulte - Darwiche, Hodja, Lovric (Rapp), Firat - Vetter, Treske

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