„Wir müssen unseren Job einfach gut machen“

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Marcel Avdic, ein Kandidat für die Startelf.

Offenbach - Drei neue Feldspieler haben die Offenbacher Kickers für diese Saison verpflichtet. Zwei standen bei der Auftaktpartie in Halle in der Startelf, Marcel Avdic wurde erst in der 57. Minute eingewechselt. Von Christian Düncher

Am Samstag wird er aller Voraussicht nach beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II (14 Uhr) sein Debüt in der Anfangsformation gegeben.

„Der Trainer hat zuletzt einiges ausprobiert, ich bin gespannt, ob ich beginne“, sagt der 21-Jährige, der sich vor dem Stadion-Eröffnungsspiel gegen Bayer Leverkusen im Training am Fuß verletzt hatte. „Es war eine Bänderdehnung. Ich konnte deshalb nicht richtig trainieren. Gegen Leverkusen habe ich dann trotzdem eine Halbzeit gespielt.“ In Halle kam Avdic ebenfalls erst nach der Pause zum Einsatz, sollte im linken Mittelfeld Akzente setzen – für den des Feldes verwiesenen André Hahn.

„Am Anfang ist es immer schwer, wenn man rein kommt. Ich habe es aber ganz gut hingekriegt. Es war ein richtiges Kampfspiel.“ Allerdings mit dem besseren Ende für den Halleschen FC, der das 1:0 über die Zeit rettete. „Jeder weiß, dass wir die Anfangsphase etwas verschlafen haben. Das lag nicht daran, dass wir zu viel Respekt vor dem Gegner hatten, sondern dass sich jeder erstmal finden musste. Danach war es super. Zusammenhalt und Laufbereitschaft haben gestimmt. Zu zehnt hätten wir fast noch ein Unentschieden geholt.“

OFC-Neuzugang Marcel Avdic

Marcel Avdic war der zweite Neuzugang für die kommende Saison. Der Flügelflitzer will sich beim OFC  durchsetzen und einen Stammplatz im Team. Durch seine lockere Art hat er das Zeug zum Publikumsliebling. Im Video-Interview sprach er über seine Ziele.

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Weil der Ausgleich in der Nachspielzeit aber nicht anerkannt wurde, stehen die Kickers nun bereits etwas unter Druck. „Unser Ziel war es, in Halle den ersten Dreier zu holen. Jetzt führt kein Weg mehr daran vorbei, dass wir gegen Stuttgart siegen müssen“, stellt der Offensivspieler vor dem Duell mit dem Team aus seiner Geburtsstadt klar. Bedenken, dass der Kampf um das Präsidentenamt bei den Kickers die Vorbereitung auf das Spiel stören könnte, hat der Zugang aus Unterhaching nicht. „Natürlich bekommt man das alles mit. Aber am besten ist es, wenn wir einfach unseren Job gut machen, und die Funktionäre machen ihren.“

Die Lust aufs erste Heimspiel habe nicht gelitten, betont Avdic. „Ich freue mich richtig auf dieses Spiel und auf unsere Fans, weil ich weiß, dass sie hinter uns stehen werden. Bei den bisherigen Begegnungen waren sie sehr sympathisch.“ Zumal sie ihm verziehen haben, dass er gleich zweimal ins Fettnäpfchen gestapft war. So hatte er auf seiner Facebook-Seite verkündet, dass er „bei Kickers Offenbach (Frankfurt) unterschrieben“ habe. „Ich wusste nichts von der Rivalität, war ahnungslos“, sagt der Schwabe, der in Mühlheim wohnt. „Ich dachte, ich bekomme ein Frankfurter Auto-Kennzeichen, aber jetzt freue ich mich, dass es OF für Offenbach wird.“

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