Kickers Offenbach

OFC: Enttäuschende Nullnummer gegen Pirmasens – Fans fordern: „Trainer raus“

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Kein Durchkommen für die Kickers - der OFC kommt über ein torloses Remis gegen Pirmasens nicht hinaus.

Bei den Offenbacher Kickers braut sich nach der enttäuschenden Nullnummer gegen Pirmasens was zusammen. Die Fans fordern: „Trainer raus“.

Offenbach - Nach dem dritten Spiel ohne Sieg kochten bei Teilen der Fans des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach die Emotionen hoch. „Absteiger, Absteiger“, skandierten einige enttäuschte Anhänger und fanden schnell den Schuldigen an der Situation: „Trainer raus“, ertönte es von den treuesten der Treuen nach dem 0:0 gegen den FK Pirmasens. Auch für den neuen Geschäftsführer Andreas Herzog eine Situation, der er sich stellen muss.

„Das kann nicht unser Anspruch sein, das war viel zu wenig“, konstatierte er nach der Enttäuschung gegen den weiterhin sieglosen Vorletzten. Eine Trainerdiskussion schloss Herzog aber aus, auch wenn er die Reaktionen der Fans laut und deutlich vernommen hat. „Das ist ihr gutes Recht.“

Offenbacher Kickers: Steuernagel reagiert – OFC spielt in Halbzeit zwei mit drei Spitzen

Nach ordentlichem Beginn wurde das Spiel des OFC immer unansehnlicher, weil kaum Spielfluss zustande kam.* „An der Dreierkette lag es nicht. Wir haben zu viele Fehlpässe gespielt, zu viele dumme Fouls gemacht“, ärgerte sich Steuernagel, der in der Woche den Trainingsschwerpunkt auf Ballbesitz gelegt hatte. Doch im Spiel war davon wenig zu sehen. Selbst erfahrene Akteure wie Nejmeddin Daghfous unterliefen unerklärliche Fehlpässe, dazu kamen teils klägliche Standards – in den ersten fünf Partien noch eine Waffe der Kickers.

In Halbzeit zwei reagierte Steuernagel, brachte für den blassen Reinhard Zugang Moritz Hartmann, ließ die Kickers mit drei Spitzen (Daghfous, Shala und Hartmann) agieren – und fortan lief es etwas besser. Shalas Kopfball nach Pezzonis Lupfer wischte aber der Pirmasenser Torhüter Benjamin Reitz stark über den Kasten (48.). „Uns hat auch das Quäntchen Glück gefehlt“, sagte Trainer Daniel Steuernagel auch mit Blick auf Hartmanns Volleyschuss (72.), der kann am langen Pfosten vorbeiging.

Leistungsdelle beim OFC – Pezzoni stellt klar: "Es liegt nicht am Trainer"

Doch selbst ein Sieg hätte die Diskussionen um die Leistungsdelle der Offenbacher nicht im Keim ersticken können. Dessen ist sich auch Herzog bewusst. Er nahm die Mannschaft in die Pflicht. „Unser Anspruch muss es einfach sein, uns besser zu präsentieren.“

Routinier Pezzoni stellte derweil klar, dass „es nicht am Trainer liegt. Er macht eine gute Arbeit und gute Ansprachen“. Stattdessen forderte der bundesligaerprobte 30-Jährige dazu auf, das Positive aus der Partie mitzunehmen. „Wir haben erstmals seit langer Zeit wieder zu null gespielt“, sagte er.

Trainer Steuernagel Steuernagel zeigte sich nach den Zuschauerreaktionen äußerlich gelassen: „Das darf man nicht überbewerten. Ich kann mit dem Druck leben.“ Der OFC-Coach, der betonte, „im Austausch mit dem Präsidium“ zu sein, wünscht sich, nicht in gängige „Schwarz-Weiß-Muster“ zu verfallen: „Es braucht einfach Zeit, Automatismen einzuspielen.“ Zeit, die es im traditionell unruhigen Offenbach nicht gibt.

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