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OFC-Aus von Trainer Schmidt: Ein zweites Missverständnis wäre fatal

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Von: Jörg Moll

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Alexander Schmidt, Ex-Trainer von Kickers Offenbach.
Alexander Schmidt, Ex-Trainer von Kickers Offenbach. © IMAGO/Frey-Pressebild/Deines

Alexander Schmidt ist nicht mehr Trainer von Kicker Offenbach. Jetzt müssen die richtigen Lehren gezogen werden. Ein Kommentar.

Offenbach - Es sind ehrliche Worte, die der neue Geschäftsführer Matthias Georg nach der ersten Entlassung seiner Amtszeit beim OFC gefunden hat. „Eine Niederlage für alle“, hatte er die Demission von Trainer Alexander Schmidt nach 85 Tagen bezeichnet. Georg, zuvor im beschaulichen Haiger aktiv und dort noch nie in der misslichen Lage, einen Trainer nach so kurzer Zeit beurlauben zu müssen, hat in den 113 Tagen in Offenbach schnell die zwei Seiten des OFC kennengelernt: die unglaubliche Euphorie im Sommer, nun die bodenlose Tristesse nach einem Saisonstart, der so gar nicht wunschgemäß verlief.

OFC: Kaminski kann Unruhe kurzfristig stoppen

Georgs Eingeständnis ist bemerkenswert, wird aber nur dann nachhaltig, wenn er die richtigen Lehren zieht. Die Wahl, Alfred Kaminski als interne Übergangslösung einzusetzen, ist verständlich. Kurzfristig kann er die Unruhe rund um das Team stoppen und die verunsicherten Spieler auf Kurs bringen. Zentrale Bedeutung aber für die Beurteilung von Georgs Wirken beim OFC wird die zweite Trainerwahl haben. Ein zweites Missverständnis wäre fatal – in jeder Hinsicht. Das Pendel der Offenbacher Gemütslage, das Grautöne seit jeher auslässt, würde dann ins Schwarze drehen.

OFC: Schmidts Entlassung eine Niederlage für die starken Männer bei Kickers Offenbach

Und dann würde sich der Fokus auch auf die starken Männer beim OFC richten: Präsident Joachim Wagner und Vizepräsident Peter Roth. Beide haben enorme Verdienste. Ihre Bereitschaft, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen und ihre Kontakte zu weiteren Geldgebern haben überhaupt erst wieder Träume vom Aufstieg bei den Kickers reifen lassen. Den Umbruch im Sommer aber, als Geschäftsführer Thomas Sobotzik und Trainer Sreto Ristic gehen mussten, haben Wagner, zugleich Aufsichtsratschef der Profi GmbH, und Roth maßgeblich forciert. Insofern ist Schmidts Entlassung auch eine Niederlage für sie – aber vor allem auch die Chance, das eigene Handeln zu justieren. (jm)

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