Tiliudis trainiert mit

Christopher Fiori: "Kein guter Stil" von Darwiche

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Das Lachen ist ihm vergangen. OFC-Geschäftsführer Christopher Fiori (links) reagierte auf die Kritik von Ihab Darwiche (Mitte) an Sportdirektor Sead Mehic (rechts) mit deutlichen Worten.

Offenbach – Auf seinen Einstand beim Fußball-Regionalligisten FC Homburg muss Ihab Darwiche noch warten. Beim 0:3 im Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern fehlte der Angreifer noch.Von Jörg Moll

Dafür schlugen seine kritischen Äußerungen nach seinem Ausstand bei Kickers Offenbach hohe Wellen. OFC-Geschäftsführer Christopher Fiori stießen vor allem die Vorwürfe gegen Sportdirektor Sead Mehic bitter auf.

„Ich wünsche Ihab Darwiche alles Gute bei seiner neuen Station in Homburg, bin allerdings menschlich von ihm enttäuscht“, teilte er in einer schriftlichen Erklärung mit: „Seine Aussagen nach der Vertragsauflösung zeugen nicht von gutem Stil und ich hoffe, dass Ihab bei all seinem Talent insbesondere an seiner Berufsauffassung arbeitet, anstatt grundlos Verantwortlichen von Kickers Offenbach Unprofessionalität zu unterstellen.“ Gerade Darwiche, der Mehic in einem mittlerweile gelöschten Facebook-Post an die OFC-Fans mangelndes Vertrauen und sogar „amateurhaftes Verhalten“ vorgeworfen hatte, hätte sich die Vorwürfe besser sparen sollen, so Fiori weiter.

Der 25-Jährige sei in den vergangenen zwölf Monaten - in denen ihm lediglich zwei Tore in 18 Einsätzen in der Regionalliga Südwest gelangen - statt durch sportliche Leistungen durch Undiszipliniertheiten aufgefallen. Als Beispiele für gravierendes Fehlverhalten nannte der OFC-Geschäftsführer mehrfaches Erscheinen nach Trainingspausen mit Übergewicht, Beleidigungen von Mannschaftskameraden und Verantwortlichen. Zudem habe Darwiche mehrfach nicht angegeben, körperliche Beschwerden zu haben, weshalb er in einigen Pflichtspielen frühzeitig ausgewechselt werden musste. In der Tat war Darwiche am 24. Spieltag der vergangenen Saison beim 3:0 bei Röchling Völklingen nach 32 Minuten, am 27. Spieltag beim 1:2 bei den Stuttgarter Kickers nach 34 Minuten und beim 0:1 gegen Waldhof Mannheim am 35. Spieltag nach 37 Minuten überraschend früh ausgewechselt worden.

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Fiori hakt nun den unschönen Schlussakkord mit Darwiche ab und blickt nach vorne. Das zweite Testspiel der Wintervorbereitung ist für diesen Samstag (14 Uhr) angesetzt, aller Wahrscheinlichkeit nach aufgrund der Witterung auf dem Kunstrasen am Wiener Ring. Das Catering übernimmt erneut das Fanmuseum, Tickets kosten fünf Euro.

Gegner ist Hessenligist Buchonia Flieden, bei dem unter anderem der letztjährige A-Jugend-Mittelstürmer der Kickers, Lukas Hagemann, unter Vertrag steht. Erfolgreichster Schütze der abstiegsbedrohten Osthessen ist aber Fabian Schaub (6 Tore), Sohn des 2003 verstorbenen früheren Frankfurter UEFA-Cup-Helden Fred Schaub. Schaubs Halbbruder Louis wirbelt beim Zweitligatopklub 1. FC Köln.

Wen OFC-Trainer Daniel Steuernagel aufs Feld schicken kann, ist noch offen. Zuletzt pausierten die erkrankten Ko Sawada, Marco Ferukoski und Christos Stoilas. Auch Dennis Schulte hat noch Probleme mit dem lädierten Fuß. In Leonidas Tiliudis (18) trainiert ein Talent aus der Hessenliga-U19 mit. Dazu hoffen die Testspieler Bruno Budalic (zuletzt NK Uskok Klis/Kroatien), Dijon Ramaj (VfB Stuttgart II), Fabian Amrhein (FC Freiburg) und Mehmet Dalyatoglu (Hajduk Split U19) auf eine Bewährungsschance. Vor allem Ramaj dürfte nach dem Abschied von Darwiche das Interesse auf sich ziehen. Der 20-Jährige ist offensiv auf allen Positionen zu Hause.

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