Zugang aus Elversberg gegen Ulm im Tor

OFC geht mit Draband als Nummer eins in die Saison

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Soll das OFC-Tor sauber halten: Zugang Dominik Draband wird heute gegen Ulm sein 31. Spiel in der Regionalliga Südwest bestreiten.

Kickers Offenbach startet mit Neuzugang Dominik Draband als Nummer eins im Tor in die Saison. Alle Infos vor der Partie gegen den SSV Ulm.

Offenbach – Die Entscheidung ist Daniel Steuernagel nicht leicht gefallen. Deshalb hatte der Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach sich für sie mit am längsten Zeit gelassen. Erst am Samstag teilte er den Torhütern mit, wer heute Abend (20.15 Uhr/live auf Sport1 und bei uns im Liveticker) in der Auftaktpartie zu Hause gegen Mitfavorit SSV Ulm 1846 zwischen den Pfosten stehen wird. „Es war eine ganz enge Geschichte. In der Summe lag Dominik Draband ganz leicht vorne“, so Steuernagel.

Der 23-Jährige, vor der Saison von der SV Elversberg gekommen, wird die Nummer eins also nicht nur auf dem Trikot tragen, sondern es tatsächlich sein. „Er hat unser volles Vertrauen und wird gegen Ulm ein gutes Spiel machen. Da bin ich mir sicher“, prophezeite der Trainer. Für den im Torhüterduell unterlegenen Mario Seidel fand er ebenfalls positive Worte. „Er hat überragend auf die Entscheidung reagiert, war kein bisschen beleidigt, sondern hat das professionell aufgenommen und super trainiert. Das zeigt mir, dass wir bei der Auswahl der Charaktere richtig gelegen haben.“

OFC-Torwart: „Nuancen“ geben den Ausschlag

Letztlich hätten „Nuancen“ den Ausschlag gegeben, betonte Steuernagel. Es sei keine Entscheidung gegen den 24 Jahre alten Seidel (kam vom 1.FC Magdeburg) gewesen, sondern für Draband, erklärte der OFC-Trainer. Mehr wollte er zu diesem Thema nicht sagen. Es heißt, Draband sei mit dem schwachen Fuß etwas stärker und Seidel müsse das Team von hinten noch lauter dirigieren.

Draband folgt also auf die langjährige Nummer eins Daniel Endres (Bayern Alzenau), Seidel ist die Zwei und der junge Luka Losic die Drei. Der 18-Jährige sowie der verletzte Leonidas Tiliudis (Leistenprobleme) sind Steuernagel zufolge die einzigen der acht U23-Spieler, die aktuell nicht für einen Platz in der Startelf in Frage kommen. Die Besetzung der vier U23-Plätze im Spieltagskader habe ihm daher keine Probleme bereitet. Und weil bis auf Tiliudis auch sämtliche Akteure einsatzbereit sind, „werden einige auf die Tribüne müssen, obwohl sie es nicht verdient haben“, so der Trainer.

Gestern fand am Vormittag das Abschlusstraining statt. Heute gibt es – wie bei Abendspielen üblich – nur ein kurzes Anschwitzen. Danach erfolgt die Bekanntgabe des Kaders. „Die Jungs fahren dann noch mal nach Hause“, sagt Steuernagel, der froh ist, dass der OFC diesmal ein Montagabendspiel zum Auftakt hat. „Das ist nicht für alle Fans toll. Aus Trainersicht gibt es aber viele Vorteile. Es ist auf super, dass die Temperaturen etwas abgekühlt sind und wir nicht bei glühender Hitze spielen müssen. Wir hatten zudem ein paar Tage mehr Zeit, die Mannschaft vorzubereiten. Und der OFC kann sich bundesweit im TV zeigen. Das ist eine schöne Plattform. Wir wollen auch aus diesem Grund eine gute Leistung zeigen.“

Kickers Offenbach: Ein Sieg gegen SSV Ulm wäre optimal

Es gilt, einen guten Start hinzulegen. Ein Sieg wäre optimal. Allerdings hat der OFC zuletzt in seiner ersten Saison in der Regionalliga Südwest ein Auftaktspiel gewonnen: 2013/14 war das – 2:0 in Koblenz. In die vergangenen vier Spielzeiten startete man jeweils mit einem Remis. Zuletzt gelang in der Drittliga-Saison 2010/11 ein Heimsieg am ersten Spieltag: 2:0 gegen den 1.FC Saarbrücken durch Tore von Steffen Haas und Olivier Occean. Für Steuernagel haben derlei Statistiken aber „keine Bewandtnis“, wie er klarstellt. „Die Teams haben sich seitdem alle verändert.“ Auch der SSV Ulm, gegen den man seit Einführung der Regionalliga Südwest zu Hause immer gewann.

Luigi Campagna spielt nun für den OFC. Der Ex-Offenbacher Thomas Rathgeber hat seine Karriere beendet. Auch Alper Bagceci (Türkspor Neu-Ulm) hinterlässt eine Lücke. Vier der sieben Neuen waren zuletzt allerdings höherklassig aktiv. Aber auch die Kickers haben Erfahrung eingekauft. Zuletzt kam Offensivmann Nejmeddin Daghfous, der 144 Mal in der 2. Liga auflief. Ob er gegen Ulm beginnen wird und – falls ja – auf welcher Position, ist eine der spannenden Fragen. Das gilt auch für die Besetzung der zweiten Innenverteidiger-Position neben Kevin Pezzoni. Nach einer starken Vorbereitung darf sich hier Youngster Gerrit Gohlke Hoffnung machen. Und wer stürmt neben Andis Shala? Daghfous (hängend) und Moritz Reinhard haben die besten Karten. Klar ist: Der OFC will schnell nach vorne spielen. „Beide Teams sind hoch motiviert“, weiß Steuernagel und kündigt „ein sehr, sehr gutes Spiel“ an.

VON CHRISTIAN DÜNCHER 

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