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Das Ende der Negativserie: Hecht-Zirpel und Hirst treffen für OFC gegen Stuttgart II

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Offenbacher Torjubel. Niklas Hecht-Zirpel mit seinen Kollegen Jan-Hendrik Marx (links), Serkan Firat (hinten) und Dren Hodja (rechts).

Eine Reaktion hatte Kickers Offenbachs Trainer Daniel Steuernagel nach sechs sieglosen Spielen in Folge gefordert. „Charakter zeigen“ sollten seine Spieler in der Partie der Fußball-Regionalliga Südwest gegen den VfB Stuttgart II. Und das taten sie auch.

Offenbach - Eine engagierte Leistung reichte den Kickers, um die enttäuschenden Schwaben 2:0 (1:0) zu besiegen und die nur 3876 Zuschauer (zweitniedrigster Wert in dieser Saison) zufrieden nach Hause zu schicken.

OFC: Fünf Wechsel in der Startelf

Beim OFC gab es im Vergleich zur jüngsten 0:1-Heimpleite gegen Pirmasens fünf Wechsel in der Startelf. Anstelle von Stammtorwart Daniel Endres (verletzt), Maik Vetter (Gelbsperre), Benjamin Kirchhoff, Kevin Ikpide und Jake Hirst (alle auf der Bank) begannen Bilal Jomaa Zabadne, Dennis Schulte, Dren Hodja, Niklas Hecht-Zirpel und Varol Akgöz. Und drei der Neuen sorgten in der Anfangsphase gleich für Aufsehen. Akgöz spielte Hecht-Zirpel frei, der flach ins lange Eck traf (5.). Die frühe, aber verdiente 1:0-Führung für den OFC. Kurz darauf lag der Ball im Offenbacher Tor. Zabadne (20), der sein Saison-Debüt gab, verschätze sich, packte den aufspringenden Ball aber im Nachfassen. David Tomic (einst SG Rosenhöhe), der als potenzieller OFC-Zugang gehandelt wird, setzte per Kopf nach und traf. Aber Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Alt gab das Tor nach Beratung mit seinem Assistenten nicht.

Zabadne wirkte fortan verunsichert, auch die Abwehr stand nicht immer stabil. Aber der Einsatz stimmte. Und vorne kam der OFC zu weiteren Chancen. Serkan Firat (13., 25.) und Moritz Reinhard (19.) zielten aber zu hoch. Unterdessen wurde Jan Hendrik Marx, der nach der Saison zu Erzrivale Waldhof Mannheim wechseln wird, von Teilen der eigenen Fans ausgepfiffen. Auch Schmähgesänge waren zu hören. Der 24-Jährige zeigte sich davon aber unbeeindruckt.

Applaus gab es vor der Pause nur noch einmal - als OFC-Trainer Steuernagel einen ins Aus fliegenden Ball per Hacke weiterleitete.

OFC: Kurioser Beginn der zweiten Halbzeit

Die zweite Hälfte begann kurios: Luka Garic kam für den unglücklich agierenden Reinhard ein. Doch der Unparteiischen schickte das OFC-Talent zurück auf die Bank. Es folgten Diskussionen zwischen OFC-Verantwortlichen und Schiedsrichter-Gespann. „Er hatte die roten Stutzen unten angeschnitten und weiße Socken darunter, von denen war dem Schiedsrichter zu viel zu sehen“, berichtete Bernd Winter, der Teammanager der Kickers.

Erst nach einigen Minuten kehrte Garic zurück und der zweite Durchgang begann. Wieder hatten die Gastgeber den besseren Start. Erst schoss Schulte knapp drüber (46.), dann flankte er auf den langen Pfosten, wo Hecht-Zirpel verpasste (50.). Später köpfte Albrecht vorbei (56.) und Akgöz scheiterte an VfB-Torwart Florian Kastenmeier (57.). Stuttgart hatte nur eine echte Chance. Oliver Wählings Freistoß strich aber am linken Winkel vorbei (70.). Kurz vor Schluss machte der eingewechselte Jake Hirst mit dem 2:0 alles klar (83.) und beendete zudem seine lange Durststrecke. Es war der erste Treffer des Stürmers seit 2. Dezember 2018. Und der sorgte nicht nur bei ihm für Erleichterung. Die gesamte OFC-Bank sprang auf. Und auch die Fans zeigten sich versöhnlich.

„Wir sind gut ins Spiel gekommen, das war wichtig. Danach hatten wir eine Phase, die nicht so gut war. Aber das ist normal, die Jungs waren verunsichert. Letztlich bin ich aber sehr zufrieden. Wir haben zu null gespielt und einen Heimsieg eingefahren“, erklärte Trainer Steuernagel.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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