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Mit attraktivem Fußball auf Platz eins - OFC-Frauenteam träumt vom Durchmarsch

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Von: Lars Herd

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Reichlich Grund zum Jubel: Die Kickers-Frauen gehen als Tabellenführer der Hessenliga ins neue Jahr. Links: Toptorschützin Melina Raiß.
Reichlich Grund zum Jubel: Die Kickers-Frauen gehen als Tabellenführer der Hessenliga ins neue Jahr. Links: Toptorschützin Melina Raiß. © Scheiber

Dass die Saison so gut laufen könnte, damit hatte bei den Fußballerinnen der Offenbacher Kickers niemand gerechnet. Im Sommer erst in die Hessenliga aufgestiegen, führen sie diese nun nach 13 Spielen als Spitzenreiter an.

Offenbach – Bei einer Partie weniger sind sie mit drei Punkten Vorsprung auf Opel Rüsselsheim in die Winterpause gegangen. Der hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn die Mannschaft von Trainer Nicolai König, der den OFC erst im Sommer als Nachfolger von Meistertrainer Timo Kienle übernommen hat, und Johannes Munkelt nicht gegen den Tabellenachten MFFC Wiesbaden (3:3) Punkte hätte liegen lassen.

„Es macht viel Spaß, mit den Mädels zu arbeiten“, meint König, „es ist einfach schön, wie sie die von uns vorgegebenen Aufgaben umsetzen.“ Genau das sei auch ausschlaggebend für die guten Ergebnisse, glaubt der 31-Jährige. Doch so überraschend der erste Tabellenplatz ist, so groß ist auch der Wille, diesen nun zu halten. Einfach wird das aber nicht, gerade weil niemand die Lady Kickers unterschätzen wird.

Einfaches Erfolgs-Prinzip bei Kickers Offenbach Frauen

Einfach ist hingegen das Prinzip, nach dem König seine Mannschaft Fußball spielen lässt. Agiert wird im 4-2-3-1-System - mit zwei Sechsern und einer Dreierreihe davor-, das sich in der Defensive in ein 4-2-2 verwandelt. „So fühlen sie sich am wohlsten“, erklärt König. Wichtig war es ihm, dass seine Mannschaft die grundliegenden Dinge richtig macht. „Außerdem laufen wir früh an und setzen die Gegner so gut unter Druck.“ Anders ausgedrückt: Die Offenbacherinnen spielen einfach attraktiven und ansehnlichen Fußball.

OFC Frauen: Beste Offensive und Defensive

Beeindruckend dabei ist, dass die Kickers nicht nur über die beste Offensive verfügen (43 Tore in 13 Spielen), sondern auch die beste Defensive stellen (10 Gegentreffer). Für beides ist Familie Raiß mitverantwortlich: Im Angriff ist Melina Raiß mit zwölf Treffern die beste OFC-Torjägerin. Hinten hält die ältere Schwester Lisa als Torhüterin den Kasten sauber.

Kickers Offenbach: Frauen träumen vom Aufstieg in die Regionalliga

Um erstmals in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga aufzusteigen, wird derzeit hinter den Kulissen eifrig gearbeitet. „Wir wollen und müssen uns verstärken“, betont König. Derzeit sind die Kickers in aussichtsreichen Gesprächen mit Spielerinnen für die Defensive und für die Außenbahn. Dafür verlassen Chantal Staffen (ein Saisoneinsatz/seit zweieinhalb Jahren im Verein), Katrin Wenski (sechs) und Samantha Zalewska (zwei/vier) sowie die erst im Sommer gekommene Hasret Yaser (ohne Einsatz) den Klub. „Sie haben nicht so viel gespielt, da wollten wir ihnen keine Steine in den Weg legen“, meint König. Zalewska wird sich dem Verbandsligisten 1. FC Mittelbuchen anschließen, wie deren Sportlicher Leiter Oliver Erber bestätigte.

Von Lars Herd

Bei den OFC-Männern in der Regionalliga arbeitet derweil der neue Geschäftsführer Thomas Sobotzik mit Hochdruck daran, die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen und schreckt dabei auch nicht vor unpopulären Maßnahmen zurück.

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