Fan-Proteste und gehaltener Elfmeter 

Kickers verdienen sich Last-Minute-Sieg gegen Trier

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Offenbach - Die Offenbacher Kickers haben ihr Heimspiel gegen Eintracht Trier gewonnen. Der OFC spielte in der Schlussphase in Überzahl und Torwart Daniel Endres parierte einen Elfmeter. Von Damian Robota

Der OFC trat gegen Eintracht Trier mit einer deutlich veränderten Aufstellung als beim 1:5 in Hoffenheim an. Neu in der Startelf waren Maslanka, Gebers, Pintol sowie die zuletzt gesperrten Vetter und Dobros. Auf der Bank saßen zunächst: Sebald (Tor), Schwarz, Franke, Scheu, Hodja, Müller und Marx. Das Spiel stand für die Kickers unter dem Motto Wiedergutmachung. Bereits vor dem Spiel zeigten jedoch einige Fans ihre Enttäuschung deutlich mit Bannern. Auf einem war „Repressionen sind der Dank für Leidenschaft und Treue?!?“ zu lesen. Ein anderer Banner hatte die Aufschrift: „Die Nr. 1 am Schein können nur die Kickers sein“ (siehe Bildergalerie). Insgesamt wollten 5090 Zuschauer das Spiel gegen Trier sehen.

Zum Beginn der Partie tasten sich beide Teams erst einmal ab. Chancen waren Mangelware. Nach gespielten 15. Minuten war der OFC-Anhang nicht mehr zu hören, nur die Trierer Fans machten Stimmung. Kurze Zeit später die erste Chance für Trier: Lienhard schoss, aber Endres parierte. Der Abpraller von Hammel, in Abseitsposition, ging anschließend deutlich über das Tor. Die erste Torchance für den OFC hatte in der 23. Minute Vetter, der sich gegen drei Gegenspieler durchsetzte und den Abschluss suchte. Keilmann faustete den Ball jedoch weg. Bis zur Halbzeit blieb das Spiel auf einem überschaubaren Niveau. Den Kickers war anzumerken, dass sie unbedingt die Gegentorflut eindämmen wollten. Es blieb beim 0:0.  

Kickers Offenbach gegen Eintracht Trier: Liveticker zum Nachlesen

In der Halbzeitpause gab es erneut Proteste einiger OFC-Anhänger: „Wir sind Kickers, und ihr nicht“, war auf dem Fanblock zu hören. Beide Teams kamen unverändert zurück auf den Platz. Das Spiel wurde zunächst nicht besser, gefährlich wurde es meinst nur über Röser oder Vetter. OFC-Trainer Oliver Reck reagierte und brachte in der 61. Minute Müller für Pintol. Wenige Minuten später war der OFC plötzlich in Überzahl. Riedel bremste mit einem taktischen Foul einen OFC-Konter - und sah zurecht die Ampelkarte. Den Kickers blieben gute 20 Minuten für den Siegtreffer. Scheu ersetzte Dobros auf der Außenbahn.

Bilder zum Spiel OFC gegen Eintracht Trier

Dann der OFC-Schock: Maier köpfte den Ball im Zweikampf aus dem Strafraum, der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Elfmeter. Doch Endres blieb locker und hielt den Schuss von Mario Müller. Die Kickers versuchten noch einmal alles. Auch die OFC-Fans waren endgültig erwacht, feuerten ihr Team nun lautstark an. Müller hatte kurz vor dem Ende der Partie die Führung auf dem Fuß, nach einer Parade von Keilmann wurde sein Nachschuss jedoch zur Ecke geklärt. Röser wurde kurz darauf vor dem Strafraum gefoult. Der eingewechselte Hodja köpfte nach Freistoß von Röser ein. Das verdiente 1:0 für die Kickers und der Schlusspunkt der Partie.

Kickers Offenbach: Endres - Korb (Hodja, 84. Minute), Gebers, Maier, Theodosiadis - Rapp, Maslanka - Vetter, Röser, Dobros (Scheu 70. Minute) - Pintol (Müller, 61. Minute)

Eintracht Trier: Keilmann - Riedel, Dingels, Buchner, Mario Müller - Hammel (Garnier, 62. Minute), Spang (Hollmann, 73. Minute), Telch, Anton (Laux, 85. Minute) - Lienhard, Rugg

Einen ausführlichen Bericht sowie das OFC-Spielerzeugnis lesen Sie am Montag in der gedruckten Ausgabe der Offenbach-Post sowie auf op-online.de.

dr

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